“Nieten im Nadelstreifen” sind allerdings kein typisches “Arcandor-Problem” - Sie haben das vielfach in allen Medien verfolgen können und sind zum Teil sogar Opfer dieser skrupellos kriminellen Manager aus allen möglichen und denk- baren Bereichen der Wirtschaft geworden. Die Finanzgangster sind längst gleichmäßig über diesen ganzen Staat und andere verteilt, denn unsere sogenannten Volksvertreter machen es ihnen mit Absicht leicht sich die Taschen ungerechtfertigt auf Kosten der Steuerzahler vollzustopfen - und damit uns alle zu betrügen.
siehe auch die folgende Sonderseite “Nieten im Nadelstreifen 2” 
Hat Arcandor gefälschte Zahlen über den Zustand des heruntergewirt- schafteten Unternehmens vorgelegt um an “Staatskohle” zu gelangen? Ist es wirklich klug und verantwortbar einen Konzern mit Steuergeldern zu unterstützen, dessen Management sich nachweislich als unfähig erwiesen hat? Arcandor ist ja nicht wirklich pleite, denn die Anteilseigner - siehe die Witwe Schickedanz - verfügen über viele Milliarden, die den Konzern leicht aus der Krise retten könnten. Kann es wirklich Aufgabe des Steuerzahlers sein mit Hunderten Millionen Konzern-Missmanagement zu honorieren? Schlechtes Management - Nieten in Nadelstreifen - hat logischerweise immer gigantische Verluste zur Folge! Warum sollen Hunderte Millionen Steuergelder einem schlecht aufge- stellten Konzern hinterhergeworfen werden, wenn nicht einmal die Anteilseigner bereit sind mit ihrem Vermögen für die Verluste einzu- stehen?
Karstadt-Krise: Niemand blickt mehr durch bei Arcandor
Wirrwarr um den Zustand von Arcandor: Laut einem Gutachten im Auftrag des Bundes soll die Lage der Karstadt-Mutter deutlich kritischer sein als bisher gedacht. Nach einem Bericht des "Handelsblatts" geht es dem Essener Unterneh- men deutlich schlechter als bisher angenommen. Ein Gutachten, das die Wirt- schaftsprüfer von Pricewaterhouse-Coopers (PwC) im Auftrag der Bundesregie- rung angefertigt hätten, bescheinige dem ehemals unter Karstadt-Quelle firmie- renden Unternehmen nur noch eine geringe Überlebensfähigkeit. "Von dem kredit- gebenden Konsortium wurde uns für Arcandor eine Ein-Jahres-Ausfallwahr- scheinlichkeit von 20 Prozent mitgeteilt", zitiert das Blatt aus dem Papier. Entsprechend hoch wäre im Falle einer Staatsbürgschaft die Gefahr, dass der Steuerzahler bereits in den ersten zwölf Monaten zur Kasse gebeten würde.
Von den Gläubigerbanken beauftragte Wirtschaftsprüfer bescheinigen dem Kon- zern dagegen Sanierungsfähigkeit. Arcandor hat derweil staatliche Rettungsbei- hilfe beantragt. siehe http://www.stern.de/wirtschaft/unternehmen/unternehmen/:Karstadt-Krise-Niemand/702763.html http://www.n-tv.de/wirtschaft/Runder-Tisch-soll-s-richten-article323167.html http://www.n-tv.de/wirtschaft/Arcandor-will-Rettungshilfe-article322294.html http://www.derwesten.de/nachrichten/2009/6/5/news-121827013/detail.html http://www.n24.de/news/newsitem_5110188.html http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/25/0,3672,7592857,00.html http://www.focus.de/finanzen/news/arcandor-hohes-risiko-fuer-den-steuerzahler_aid_405416.html http://www.tagesschau.de/wirtschaft/arcandor186.html
Untreueverdacht: Middelhoff noch enger mit Esch verbandelt
Thomas Middelhoff, Ex-Chef von Arcandor, gerät stärker unter Druck: Er war nach Medieninformationen enger als bekannt mit Vermögensverwalter Josef Esch ver- bandelt, der überhöhte Mieten von Karstadt-Kaufhäusern verlangte. Eine Rolle bei den Ermittlungen spielen: eine 33-Meter-Yacht und eine Villa am Meer. Neue Erkenntnisse weisen darauf hin, dass der Manager, gegen den die Bochumer Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Wirtschaftskriminalität wegen des Verdachts der Untreue ermittelt, noch weitaus enger mit dem Troisdorfer Unternehmer ver- bunden ist als bislang bekannt. siehe http://www.manager-magazin.de/koepfe/artikel/0,2828,638259,00.html
Führungswechsel bei Arcandor: Middelhoff, der gescheiterte Held
Jetzt ist es offiziell: Karl-Gerhard Eick wird neuer Arcandor-Chef. Thomas Middel- hoff hat in seiner Rolle als Retter des Warenhauskonzerns sein bisher größtes Desaster erlebt. Auch der neue Großaktionär Sal. Oppenheim hat den charismati- schen Konzernlenker fallen gelassen. Die Arcandor-Story geht ohne ihren jahre- langen Hauptdarsteller weiter. Der Vorhang ist gefallen. Thomas Middelhoff ist die Rolle des Hauptdarstellers in der Arcandor-Story, der außerdem noch für die Regie und Produktion des Stücks verantwortlich zeichnet, los. Für seine Leistung gab es wahrlich keinen Applaus. Von etlichen Kleinaktionären waren zuletzt sogar "Middelhoff raus"-Rufe zu hören. Doch die lange Zeit größte Aktionärin, Madeleine Schickedanz, hielt an Middelhoff fest, den sie im Jahr 2005 als Arcandor-Chef durchgesetzt hatte. Und das obwohl Arcandor an der Börse seit Jahresbeginn 88 Prozent verloren hat und zuletzt nur noch 420 Millionen Euro wert. Die Quelle- Erbin hat 2008 etwa 1,7 Milliarden Euro mit ihrem Engagement verloren, weil sich die Arcandor-Aktie heute fast in der Gesellschaft hochspekulativer Penny-Stocks befindet.
In den vergangenen Monaten spitzte sich die Lage bei Arcandor derart zu, dass Schickedanz ihre Aktienmehrheit abgeben musste. Seither ist das Kölner Bank- haus Sal. Oppenheim mit knapp 30 Prozent größter Aktionär. Auch Middelhoffs neuer Mäzen hielt zunächst an der alten Besetzung fest. Doch auch die Bank sah Middelhoff zuletzt offensichtlich als Teil des Problems und sich selbst in Zug- zwang, denn sie verwaltet auch das Schickedanz-Vermögen. Eine mögliche Arcan- dor-Pleite hätte daher auch die Bank schwer belastet. siehe http://www.handelsblatt.com/unternehmen/koepfe/middelhoff-der-gescheiterte-held;2051311 http://www.rp-online.de/public/article/wirtschaft/news/645840/Eick-erbt-Chefsessel-von-Middelhoff.html
Wer bei Arcandor verliert – und wer abkassiert
Der Arcandor-Konkurs hat viele Verlierer. Die Aktionäre des Konzerns müssen Millionen abschreiben. Die Mitarbeiter bangen um ihre Jobs. Doch es gibt auch Gewinner: Zwar stecken die Manager Kritik ein, sie kassieren aber weiter ab. Und die großen Kreditgeber kommen an das Tafelsilber von Arcandor. siehe http://www.welt.de/wirtschaft/article3893021/Wer-bei-Arcandor-verliert-und-wer-abkassiert.html http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/909/484346/text/ http://www.derwesten.de/nachrichten/nrz/2009/8/22/news-130159288/detail.html
Dreistelliger Millionenverlust: Middelhoff hinterlässt tiefrote Zahlen bei Arcandor
Der Handels- und Tourismuskonzern Arcandor hat im abgelaufenen Geschäftsjahr unter anderem wegen kräftiger Einbußen bei der Warenhaustochter Karstadt und hoher Kosten beim Umbau des Konzerns einen dreistelligen Millionenverlust hin- nehmen müssen. Unterm Strich stand für das Geschäftsjahr 2007/2008 (30. Sep- tember) ein Verlust von 745,7 Millionen Euro, wie die Essener Arcandor AG am Montag in Frankfurt mitteilte. Arcandor erklärte dies vor allem mit Restrukturie- rungskosten, dem Verkauf von Geschäftsteilen, der Integration von My Travel sowie außerordentlichen Steuerbelastungen. siehe http://www.fazfinance.net/Aktuell/Wirtschaft-und-Konjunktur/Middelhoff-hinterlaesst-tiefrote-Zahlen-bei-Arcand or-4996.faz
Thomas Middelhoff: Arcandor prüft rechtliche Schritte gegen Ex-Chef
Der Ex-Chef von Arcandor, Thomas Middelhoff, wehrt sich gegen Vorwürfe wegen krummer Mietgeschäfte mit Karstadt. Middelhoff war an Fonds beteiligt, die an der Vermietung mitverdienten. Middelhoffs Nachfolger lässt nun den Vorgang noch- mals prüfen. Auch die Bundesjustizministerin fordert Ermittlungen. Nach Vorwür- fen gegen den ehemaligen Arcandor-Chef Thomas Middelhoff wegen Immobilien- geschäften mit Karstadt lässt sein Nachfolger Karl-Gerhard Eick den Vorgang erneut prüfen. Middelhoff wehrt sich: Er wies Vorwürfe zurück, er sei in zweifel- hafte Immobiliengeschäfte zulasten seines vormaligen Arbeitgebers verstrickt. Der Sachverhalt sei im Auftrag des Konzerns von Wirtschaftsprüfern und Anwälten „intensiv geprüft und abschließend bearbeitet worden“, sagte Middelhoff der „Welt am Sonntag“. Es geht dabei um Beteiligungen Middelhoffs und seiner Frau an Immobilienfonds, die Gebäude zu hohen Mieten an den zu Arcandor gehörenden Karstadt-Konzern verpachten. siehe http://www.welt.de/wirtschaft/article3875149/Arcandor-prueft-rechtliche-Schritte-gegen-Ex-Chef.html
Fatales Helfersyndrom
Arcandor ist pleite, SPD-Kanzlerkandidat Steinmeier poltert und wittert Verrat an den Arbeitnehmern. Aber warum eigentlich? Die Insolvenz der Karstadt-Mutter war nicht nur unvermeidlich, sie war volkswirtschaftlich und sozialpolitisch geradezu geboten. Frank Walter Steinmeier ist noch immer nicht überzeugt: Wochenlang setzte sich der SPD-Kanzlerkandidat für Staatshilfen an den maroden Kaufhaus- konzern Arcandor ein. Am Mittwoch schließlich entschied sich die Regierung dagegen - doch Steinmeier hört nicht auf zu grummeln. "Es kann nicht sein, dass der Arbeitsminister für Arbeit kämpft, und der Wirtschaftsminister für Insolvenzen", klagte er in der "Bild-Zeitung". "Gerade in der Krise brauchen wir Solidarität und Fairness."
Der Mann liegt falsch. Die Insolvenz der Karstadt-Gruppe war nicht nur unvermeid- lich, sie war volkswirtschaftlich und sozialpolitisch geradezu geboten. Wäre der Staat mit der geforderten Nothilfe eingesprungen, hätte er nicht nur viele hundert Millionen Euro in ein todgeweihtes Unternehmen gepumpt. Er wäre auch jenen zur Seite gesprungen, die nach übereinstimmender Meinung der Experten die Schuld an der Misere tragen. Von einer Rettungsaktion für Zigtausende Karstadt-Verkäufe- rinnen war die Rede. Tatsächlich aber hätten vor allem Eigentümer, Manager und Banker profitiert.
Eigentümer und Banken nicht belohnen
So waren die Familie Schickedanz sowie die Kölner Privatbank Sal. Oppenheim bis zuletzt nicht bereit, ihren Beitrag für eine Arcandor-Rettung nennenswert zu erhöhen. Alle Versuche, die Arcandor-Eigner zu höheren Eigenleistungen zu bewegen, blieben erfolglos. Hätte die Regierung die geforderten Millionen freige- geben, hätte er vor allem die zögernden Inhaber herausgekauft. Mit welchem Recht aber sollte der Staat wertvolles Steuergeld in ein Unternehmen stecken, an dessen Zukunft nicht einmal mehr die Eigentümer glauben?
Auch die beteiligten Banken hätten von einer staatlichen Rettungsaktion profitiert. Jahrelang hatten sie die Risiken des Arcandor-Engagements falsch eingeschätzt. Jetzt weigerten sie sich, weiteres Geld nachzuschießen. Hätte die Regierung den Konzern gerettet, wären die Banken für diese Haltung noch belohnt worden. Es bleibt das Geheimnis der SPD-Spitze und ihres Kanzlerkandidaten, wie sie eine Hilfsaktion, die vor allem kapitalkräftigen Finanzinstituten zugute gekommen wäre, zum sozialdemokratischen Projekt erklären können.
Warum denen beispringen, die den Konzern aussaugen?
Vor allem aber hätte die Rettungsaktion dem unfähigen Management des Waren- hauskonzerns genutzt. Der jetzige Arcandor-Boss Karl-Gerhard Eick hätte seinen Posten retten können, den er nun über kurz oder lang verlieren wird. Und auch der frühere Konzernchef Thomas Middelhoff hätte profitiert. Als Vorstandschef war er für jene überteuerten Mietverträge verantwortlich, an denen er noch heute als Eigentümer einer Arcandor-Vermietungsgesellschaft mitverdient. Hätte der Staat die geforderten Kredite und Bürgschaften genehmigt, wären die überzogenen Zahlungen weiter geflossen.
Warum aber sollte der Staat ausgerechnet jenen beispringen, die mitgeholfen haben, den Warenhauskonzern auszusaugen? Dass Eigentümer, Banken und Vermietungsgesellschaften nun einen Teil der Insolvenz-Verluste zu tragen haben, ist nichts anderes als die gerechte Strafe für jahrelanges Missmanagement. Die unschuldigen Opfer dagegen sind die 50.000 Arcandor-Beschäftigten, die jetzt um ihren Arbeitsplatz bangen. Immerhin kann ein großer Teil von ihnen damit rechnen, den Job zu behalten. siehe http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,629784,00.html
Steinbrück stimmt Deutschland auf Arcandor-Pleite ein
Für Karstadt-Mutter Arcandor schwindet die Aussicht auf Rettung. Der Finanzmi- nister fabuliert über eine mögliche Insolvenz. Ein Strohhalm allerdings bleibt, an den sich das Unternehmen klammert. siehe http://www.focus.de/finanzen/news/karstadt-krise-steinbrueck-stimmt-deutschland-auf-arcandor-pleite-ein_aid _406226.html http://www.n-tv.de/ratgeber/anlegensparen/Gutscheine-schnell-einloesen-article329562.html
Arcandor stellt offenbar Mietzahlungen ein
Für Arcandor wird die Luft offenbar immer dünner: Das Reise- und Handelsunter- nehmen hat Medienberichten zu Folge nicht einmal mehr das Geld, um die Miete für seine Kaufhäuser zu zahlen. Über staatliche Hilfen ist noch nicht entschieden, Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg aber knüpft eventuelle Unterstüt- zung an strenge Bedingungen. siehe http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister/arcandor-stellt-offenbar-mietzahlungen-ein;233 2396 http://www.stern.de/wirtschaft/unternehmen/unternehmen/:Kaufhaus-Krise-Karstadt-Miete/702899.html http://www.n-tv.de/wirtschaft/Karstadt-zahlt-keine-Miete-mehr-article323944.html http://www.derwesten.de/nachrichten/2009/6/6/news-121920660/detail.html http://www.n24.de/news/newsitem_5112773.html http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/16/0,3672,7593104,00.html http://www.focus.de/finanzen/news/karstadt-mutter-arcandor-geht-die-luft-aus_aid_405754.html http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,628917,00.html http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,628782,00.html http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,628929,00.html http://www.zeit.de/online/2009/24/arcandor-mieteinstellung-keine-staatshilfen http://www.tagesschau.de/wirtschaft/arcandor190.html http://tagesschau.sf.tv/nachrichten/archiv/2009/06/06/wirtschaft/ampel_fuer_arcandor_staatshilfe_steht_auf_r ot http://www.rtl.de/rtlaktuell/rtl_aktuell_artikel.php?article=28953&pos=1
Wie stark trifft uns die Karstadt-Pleite? - Karstadt-Pleite: 75 000 Gläubiger wollen Geld von Arcandor
Die Karstadt-Mutter Arcandor ist insolvent – und Millionen Kunden zittern. Lassen sich T-Shirts noch umtauschen? Ist Tagesgeld bei der KarstadtQuelle Bank futsch? Die Pleite der Karstadt-Mutter Arcandor entpuppt sich als Mammutverfah- ren: Zigtausende haben offene Rechnungen mit dem Konzern – und sollen jetzt auf Geld verzichten. Der Insolvenzverwalter des Essener Handelskonzerns Arcan- dor, Klaus Hubert Görg, erwartet nach einem Bericht der „Welt“ bis zu 75 000 Gläu- biger. Ein Sprecher sagte der Zeitung vom Donnerstag, der Insolvenzverwalter rechne allein für die Warenhauskette Karstadt mit rund 50 000 Gläubigern. 28 000 von ihnen könnten Mitarbeiter sein, die aus der Zeit vor der Insolvenz Anfang Juni noch Forderungen gegen ihren Arbeitgeber haben. Die Gläubigerversammlungen sind für den November vorgesehen. siehe http://www.focus.de/finanzen/boerse/aktien/karstadt-pleite-75-000-glaeubiger-wollen-geld-von-arcandor_aid_4 32251.html
Belegschaft reagiert entsetzt auf Arcandor-Pleite
Tränen, Wut, Bestürzung: Nach dem Insolvenzantrag von Arcandor bangen 43.000 Mitarbeiter des Handelsriesen um ihre Zukunft. Bundespolitiker, die bis zuletzt mit Arcandor verhandelt haben, bekunden nun ihr Mitleid - und suchen nach einem Sündenbock. Am Montagmittag kämpfte Karl-Gerhard Eick noch mit der Kraft der Verzweiflung. Der Arcandor-Chef stand auf einer roten Leiter vor der Konzernzen- trale in Essen, hemdsärmelig, mit rotem Gesicht, auf Anzug und Krawatte verzich- tete er. "Wir kämpfen bis zur letzten Minute", rief er in ein Megafon. Das tat er dann auch. Als die Regierung am Montagabend einen Notkredit für die marode Kauf- hauskette abschmetterte, versuchte Eick, den Haupteignern, der Milliardärin Made- leine Schickedanz und der Privatbank Sal. Oppenheim, neue Zugeständnisse abzutrotzen. Er überzeugte seine Gläubiger, 650 Millionen Euro schwere Kredite, die am Freitag auslaufen, bis zu sechs weitere Monate vorzustrecken. Am Ende aber hat alles Kämpfen nichts genützt. Am heutigen Dienstag trat Eick erneut vor die Mikrofone. Jetzt beschrieb der die Chancen der angestrebten Plan- insolvenz: "Wir wollen so viele Arbeitsplätze wie möglich retten und das Unterneh- men als Ganzes erhalten", erklärte er.
Arcandor ist pleite, hat für die Kaufhaustochter Karstadt, die Versandhandelstoch- ter Primondo und den Katalogversender Quelle Gläubigerschutz beantragt. Konzernsprecher bemühen sich, die erhitzten Gemüter zu beruhigen. Unterneh- menstöchter wie Hess Natur oder das Modeversandhaus Madeleine, die nicht von der Insolvenz betroffen sind, beeilen sich, dies zu betonen. Wissenschaftler strei- ten derweil, ob das Konzept Kaufhaus nach Arcandor überhaupt noch eine Zukunft hat.
Vor allem aber bangen 43.000 Beschäftigte um ihre Jobs. siehe http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,629499,00.html http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/geld-und-leben-das-sozialmagazin/geld-und-leben-sozialmaga zin-gesellschaft-karstadt-ID1244981744243.xml
Güterverkehr: Arcandor-Pleite kostet Jobs bei DHL
Die Insolvenz des Handelsriesen Arcandor führt zum Abbau von Hunderten von Arbeitsplätzen bei der Deutschen Post. Wegen rückläufiger Sendungsmengen streicht die Post bei ihrer Tochter DHL insgesamt 560 Stellen, wie ein Konzern- sprecher sagte. Betroffen seien unter anderem Standorte im nordrhein-westfäli- schen Unna sowie in Nürnberg, Oranienburg und im hessischen Groß-Gerau. siehe http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/1922805_Gueterverkehr-Arcandor-Pleite-kostet-Jobs -bei-DHL.html http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,646914,00.html http://www.abendblatt.de/wirtschaft/article1170806/Nach-Arcandor-Pleite-baut-Post-560-Stellen-ab.html http://www.n-tv.de/wirtschaft/Post-Tochter-DHL-in-Sorge-article459358.html
Ladenschluss bei Karstadt
Jetzt herrscht Klarheit: 128 Jahre nach Gründung des Stammhauses in Wismar ist der Karstadt-Mutterkonzern Arcandor insolvent. An vielen Orten herrscht Angst und Entsetzen. Aber nicht alle Mitarbeiter geben auf. Szenen aus den letzten Stun- den eines Traditionskonzerns. An einem solchen Tag wirkt alles wie Hohn. Die Protestplakate vom Vortag, die noch an den Fensterscheiben der Essener Haupt- verwaltung kleben: "Ohne Staatsbürgschaft stirbt Karstadt" oder "Das Warenhaus lebt". Durchhalteparolen wie "Nur gemeinsam können wir es schaffen". Und drin- nen die Stellenbörse, die schwarzen Bretter hängen noch voll mit Jobangeboten: Mitarbeiter für Liquiditätsplanung und -controlling, Revisoren, Mitarbeiter Waren- wirtschaft. Als Vorstandschef Karl-Gerhard Eick um 17 Uhr vor den Glasdrehtüren vor die Presse tritt, wirkt er ruhig, beherrscht. "Grüß Gott", sagt er und seine Augen suchen den düsteren Himmel über der Arcandor-Zentrale ab, als müsse er sicher gehen, dass nicht auch noch von dort Ungemach droht. Dann spult er Dankeswor- te ab, die er sich in den vergangenen Stunden zurechtgelegt hat. Dank an die Mit- arbeiter, die gekämpft haben, an die Kunden mit ihren 1,3 Millionen Solidaritätsun- terschriften, an den Aufsichtsratschef, ja sogar an die Politik. Nur einmal blitzt auf, was er erlebt hat: "Ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass die letzten drei Monate die intensivste Zeit meines Berufslebens waren", sagt er und fügt leise hin- zu: "Und ich habe immer schon viel gearbeitet." Er erklärt noch einmal, was alle seit dem Mittag wissen: Die Insolvenz sei unvermeidbar gewesen. Er bedaure sehr, dass er nicht alle Beteiligten von seinem Rettungskonzept überzeugen konnte. "Aber in jedem Ende steckt ein Anfang." Es klingt eher beschwörend, als über- zeugt. Dann tritt Eick in die zweite Reihe zurück und überlässt denjenigen das Feld, die künftig im Konzern das Sagen haben: den Insolvenzverwaltern.
Zu diesem Zeitpunkt wirkt die Konzernzentrale schon ausgestorben wie eine Schule am späten Nachmittag. Keine Proteste, keine Kundgebungen. Von den 1500 Mitarbeitern ist kaum noch einer zu sehen. siehe http://www.stern.de/wirtschaft/news/arcandor-insolvenz-ladenschluss-bei-karstadt-703211.html
Das Arcandor-Geflecht Thomas Middelhoff - im Visier der Staatsanwaltschaft Ermittlungsverfahren gegen Arcandor-Chef wegen Untreue Staatsanwälte ermitteln gegen Middelhoff
Seit gestern prüft die Staatsanwaltschaft Essen Ermittlungen wegen des Ver- dachts der Untreue gegen Thomas Middelhoff. Der frühere Chefjurist des Kon- zerns scheint den früheren Arcandor-Chef zu belasten. Es gibt Sätze, die holen selbst den größten Optimisten einmal ein: Im Februar erklärte der damals aus- scheidende Arcandor-Chef Thomas Middelhoff noch, er stünde fest, er habe den Konzern "gerettet" und "auf eine tragfähige Basis" gestellt. Die großen Probleme kam nur wenige Tage später heraus. "Völlig entsetzt", berichten Insider, war der frühere Telekom-Vorstand Karl-Gerhard Eick, als er als neuer Arcandor-Chef am 1. März die Bücher durchschaute. Das Ergebnis ist Wirtschaftsgeschichte: Insolvenz.
Auch bei seiner persönlichen Rolle neigt Middelhoff zu einer eigenwilligen Inter- pretation. Nachdem der "Spiegel" berichtet hatte, der 56-jährige Pferdeliebhaber habe während seiner Amtszeit bei Arcandor einen möglicherweise mehr als 100 Millionen Euro hohen Anspruch des Konzerns gegenüber dem Immobilienunter- nehmer Josef Esch nicht eingetrieben, weil Middelhoff ihm persönlich verbunden war, ließ Middelhoff erklären: Er begrüße es, diese alten Vorwürfe nun endlich klären zu können. Middelhoff und seine Frau beteiligten sich mit mehr als 14 Milli- onen Euro an den von Esch mit aufgelegten Fonds, die von Karstadt Immobilien erwarben. Ausgerechnet diese Häuser vermietete Esch dann zu offenbar beson- ders hohen Preisen zurück an Karstadt, was den Konzern zusätzlich unter Druck brachte. Damit wird die Staatsanwaltschaft Essen die persönlichen Verwicklungen rund um Thomas Middelhoff und Arcandor unter die Lupe nehmen müssen. siehe http://nachrichten.rp-online.de/article/wirtschaft/Das-Arcandor-Geflecht/42229 http://nachrichten.rp-online.de/article/leitartikel/Arcandor-Gericht/42136 http://www.welt.de/wirtschaft/article3918396/Diese-Konzernchefs-sorgten-fuer-die-Karstadt-Pleite.html http://www.abendblatt.de/wirtschaft/article1051160/Thomas-Middelhoff-im-Visier-der-Staatsanwaltschaft.html http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/thomas-middelhoff-ermittlungsverfahren-gegen-arcandor-chef-w egen-untreue-_aid_407568.html http://www.ftd.de/unternehmen/handel_dienstleister/:Mandat-f%FCr-Sven-Thomas-Middelhoff-nimmt-sich-Star -Anwalt/526202.html http://www.faz.net/s/Rub6099194AC2F24A61BD837672B9F8CC8E/Doc~EFA9E694FB4C34B2CAFCE2A08 B9142A35~ATpl~Ecommon~Scontent.html http://www.morgenpost.de/printarchiv/titelseite/article1111794/Ex_Arcandor_Chef_unter_Verdacht.html http://www.bz-berlin.de/archiv/untreue-ermittlungen-gegen-ex-arcandor-chef-middelhoff-article487109.html http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,630130,00.html http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/Arcandor-Thomas-Middelhoff;art271,2821865 http://www.taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/1/manager-unter-verdacht/ http://www.kurier.at/geldundwirtschaft/1915182.php http://nachrichten.rp-online.de/article/wirtschaft/Staatsanwaltschaft-Bochum-ermittelt-nun-gegen-Middelhoff/4 5657 http://www.sueddeutsche.de/e5y38b/2968974/Middelhoff-Verfahren-verlegt.html http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,636366,00.html http://www.ftd.de/koepfe/:Untreueverdacht-Middelhoff-ist-ein-Fall-f%FCr-Spezialisten/540552.html http://www.n-tv.de/wirtschaft/Ermittlungen-gegen-Middelhoff-article413519.html http://www.welt.de/wirtschaft/article4411990/Middelhoff-verliert-bei-Arcandor-Pleite-Millionen.html
siehe auch Video http://www.welt.de/videos/wirtschaft/article3914981/Staatsanwalt-ermittelt-gegen-M iddelhoff.html
Arcandor-Pleite: Quelle Bausparkasse gerät ins Straucheln
Im Zuge der Pleite des Arcandor-Konzerns ist die Quelle Bausparkasse in eine ernste Schieflage geraten. Um einen Zusammenbruch zu vermeiden, arbeitet der Branchenverband derzeit nach eigenen Angaben an einer Sanierungslösung.
Die Bausparkasse mit ihren gut 90.000 Kunden gehört zu 41 Prozent der Quelle- Erbin und Arcandor-Hauptaktionärin Madeleine Schickedanz. Ein Eigentümer- wechsel sei nicht ausgeschlossen, sagte ein Sprecher des Verbands der Privaten Bausparkassen. siehe http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/?em_cnt=1918007
Arcandor-Pleite: Quelle-Bausparer atmen auf
Fast hätte die Arcandor-Pleite auch der Quelle-Bausparkasse das Genick gebro- chen. In letzter Minute ist die Rettung der Gesellschaft doch noch gelungen. Die im Zuge der Arcandor-Pleite ins Straucheln geratene Quelle-Bausparkasse schlüpft unter das Dach des Branchenverbands. Das Institut werde in eine neu gegründete Gesellschaft überführt, die von allen anderen privaten Bausparkassen getragen werde, teilte der Verband der Privaten Bausparkassen am Donnerstag mit. Für Kunden habe das keine Auswirkung. Die Guthaben seien in voller Höhe gesichert und auch der Anspruch auf Baudarlehen bleibe unverändert bestehen. Über die Höhe des Kaufpreises sei Stillschweigen vereinbart worden. siehe http://www.focus.de/immobilien/bauen/arcandor-pleite-quelle-bausparer-atmen-auf_aid_432507.html
Familie Schickedanz sieht ihr Erbe in Gefahr
Während für Arcandor und seine Beschäftigten eine weitere Woche des Hoffens und Bangens beginnt, hat sich auch der Ehemann der Großaktionärin Madeleine Schickedanz besorgt zu Wort gemeldet. Er befürchtet, dass sie alles verlieren könnte, was ihre Eltern aufgebaut haben. Die Insolvenz des Handelskonzerns Arcandor hat Großaktionärin Madeleine Schickedanz gesundheitlich schwer mit- genommen. Ihr Mann, Leo Herl, trat in einem Interview zugleich Vorwürfen entge- gen, seine Frau habe sich verzockt und sich zu wenig um den Konzern gekümmert. siehe http://www.rp-online.de/public/article/panorama/deutschland/719777/Schickedanz-sieht-Erbe-in-Gefahr.html http://www.welt.de/wirtschaft/article3923195/Familie-Schickedanz-sieht-ihr-Erbe-in-Gefahr.html http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,630354,00.html http://www.manager-magazin.de/koepfe/artikel/0,2828,630365,00.html http://www.zeit.de/online/2009/25/arcandor-schickedanz-erhalt http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,630217,00.html http://www.morgenpost.de/printarchiv/seite3/article1111810/Das_Ende_des_Schickedanz_Imperiums.html http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/Arcandor-Maria-Elisabeth-Schaeffler-Susanne-Klatten-Madeleine-Schic kedanz;art271,2822587 http://www.ftd.de/unternehmen/handel_dienstleister/:Arcandor-Aktion%E4rin-Schickedanz-Zusammenbruch-n ach-Insolvenz/526416.html
Arcandor und das inkompetente Management auf Kosten der Steuerzahler retten? Wieso - Wozu? - die Großaktionäre verweigern jede Unterstützung für ein erfolgreiches Insolvenzverfahren
Generalbevollmächtigter legt Amt nieder - Herber Rückschlag für Arcandor-Sanierung
Die Sanierung des Handels- und Touristikkonzerns Arcandor hat einen schweren Rückschlag erlitten. Horst Piepenburg, den Arcandor im Moment des Insolvenzan- trages als Generalbevollmächtigten eingesetzt hat, legte überraschend seine Mandat nieder. Der Sanierungsfachmann begründete seinen Rückzug mit der mangelnden Unterstützung durch den Arcandor-Großaktionär, die Gesellschafter des Kölner Bankhauses Sal. Oppenheim. "Wir befanden uns in einer Phase, in der eine positive Erklärung des Großaktionärs notwendig war", sagte Piepenburg der F.A.Z. "Ich habe nicht versucht, Geld einzuwerben. Es ging um die verbindliche Unterstützung des Planverfahrens und eines Sanierungskonzeptes." Nach Pie- penburgs Schilderung wollte er Sal. Oppenheim zu einer Art Grundsatzerklärung für den Fall bewegen, dass die Arcandor-Gläubiger letztlich einem Insolvenzplan zustimmen und auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten. In dem Fall hätte Sal. Oppenheim am Ende des Verfahrens eine sanierte Gesellschaft zurückerhalten, sagte Piepenburg. "Dafür hätten sie auch einen Beitrag leisten sollen." Eine ent- sprechende "positive Erklärung" habe das Bankhaus aber verweigert. Dabei sei das Risiko einer solchen Erklärung für Sal. Oppenheim vergleichsweise gering gewesen: "Wenn die Gläubiger das Konzept abgelehnt hätten, hätte niemand zah- len müssen", sagt Piepenburg. siehe http://www.faz.net/s/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9/Doc~EEB927E61373B41F898ED9EA15 9813EA5~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_googlenews http://www.rp-online.de/public/article/wirtschaft/news/733732/Rueckschlag-fuer-Arcandor.html http://www.ftd.de/unternehmen/handel_dienstleister/:HINTERGRUND-F%FCr-Arcandor-wird-die-Zeit-knapp/54 1592.html http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/503/480979/text/ http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1246895309172.shtml http://www.derwesten.de/nachrichten/waz/wirtschaft/2009/7/17/news-126122722/detail.html http://www.focus.de/finanzen/boerse/aktien/karstadt-pleite-arcandor-ist-kaum-noch-zu-retten_aid_417514.htm l http://de.reuters.com/article/companiesNews/idDEBEE56G0BB20090717 http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,636632,00.html http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/1840633_Arcandor-Retter-Piepenburg-Rueckzug-von -heikler-Mission.html http://boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_363708 http://nachrichten.rp-online.de/article/wirtschaft/Arcandor-Sanierer-wirft-hin/45771 http://www.rp-online.de/public/article/wirtschaft/news/733732/Eigner-lassen-Arcandor-im-Stich.html http://www.tagesschau.de/wirtschaft/arcandor264.html http://www.zeit.de/online/2009/30/arcandor-piebenburg-legt-mandat-nieder http://www.ksta.de/html/artikel/1246883674198.shtml http://www.morgenpost.de/printarchiv/wirtschaft/article1133230/Sanierer_Piepenburg_legt_Mandat_bei_Arcan dor_nieder.html http://www.n24.de/news/newsitem_5237689.html
Arcandor-Skandal: Bereicherte sich auch die “Schickedanz” an den dubiosen Karstadt- Mieten?
Verdiente Schickedanz an Karstadt-Mieten?
Nicht nur Ex-Arcandor-Chef Thomas Middelhoff soll als Mitinhaber von Oppen- heim-Esch-Fonds an Mietzahlungen für Karstadt-Häuser profitiert haben. Laut "Tagesspiegel" gilt dies auch für Matthias Graf von Krockow, den Sprecher der persönlich haftenden Gesellschafter des Bankhauses Sal. Oppenheim, sowie die Arcandor-Hauptaktionärin Madeleine Schickedanz. Karstadt, das wie die Mutterge- sellschaft Arcandor Insolvenz angemeldet hat, klagt über zu hohe Mietzahlungen an die Eigentümer der Warenhaus-Immobilien.
Middelhoff selbst hat die gegen ihn erhobenen Vorwürfe erneut zurückgewiesen. Er verwies in der "Bild am Sonntag" darauf, dass "viele Stimmen sagen, ohne mich wäre schon 2004 Schluss gewesen". Er sei überzeugt, "dass wir seit 2004 die richtigen Entscheidungen getroffen haben". Mit Blick auf den umstrittenen Immo- bilien-Deal erklärte Middelhoff, zusammen mit seiner Frau Anteile an dem Fonds erworben zu haben, der Mieten von Karstadt-Filialen bekomme. Allerdings seien von den damals etwa 200 Karstadt-Häusern 2000/2001 nur fünf Filialen an den Immobilienentwickler Esch veräußert worden. An dem geschlossenen Immobilien- fonds hätten sie "einen niedrigen einstelligen Prozentsatz" gezeichnet. siehe http://nachrichten.rp-online.de/article/wirtschaft/Verdiente-Schickedanz-an-Karstadt-Mieten/43080 http://www.morgenpost.de/printarchiv/titelseite/article1117303/Middelhoff_als_Karstadt_Retter.html http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5j_VI6EfeQXDyd-wyF4Inkp4HPEKg http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/Thomas-Middelhoff-Schickedanz-Karstadt-Arcandor;art271,2829347 http://www.n-tv.de/wirtschaft/Middelhoff-wehrt-sich-article375449.html http://www.derwesten.de/nachrichten/wirtschaft-und-finanzen/2009/6/21/news-123334612/detail.html
Und noch immer lassen sich die Karstadt-Mitarbeiter für ein ausgesprochen fragwürdig dubioses Management wie die dämlichen Lemminge vor den Karren der “Nieten in Nadelstreifen”, des katastrophalen Missmanagements, der Multi- Millionäre und Milliardäre spannen, als glaubten sie tatsächlich, dass die sich auch nur ansatzweise dafür interessieren, was aus ihnen wird ... Wie dämlich muss man dafür eigentlich sein?
“Arme Multimillionärin Schickedanz- jetzt klaut sie den wirklich Armen auch noch ihre Lebensmittel bei Aldi”
Schickedanz hat Angst vor Leben in Armut - Quelle-Erbin erntet Hohn und Spott -
Mit dem larmoyanten Bekenntnis zu ihrer angespannten Finanzlage hat sich Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz keinen Gefallen getan: Die Republik reagiert mit bissigen Kommentaren und Spott auf die Verarmungsängste der 65-Jährigen.
Madeleine Schickedanz ist Quelle-Erbin und Miteigentümerin des taumelnden Essener Traditionskonzerns Arcandor. Das schmälert den Geldbeutel der einsti- gen Milliardärin und heutigen Millionärin - und zwingt Schickedanz unter anderem dazu, auch bei Discountern einzukaufen. Ich spare, wo ich kann”, sagte die 65-Jährige der „Bild am Sonntag” in ihrer Villa im fränkischen Hersbruck. Daneben lebt Schickedanz zeitweise im Schweizer Nobelort St. Moritz. „Wir reduzieren unsere persönlichen Ausgaben – von den Lebensmitteln bis zu Kosmetik und Kleidung”, sagt die Quelle-Erbin.
"Wir kaufen auch beim Discounter"
„Wir leben von 500 bis 600 Euro im Monat. Wir kaufen auch beim Discounter. Gemüse, Obst und Kräuter haben wir im Garten.” Ihr Arcandor-Engagement ließ Schickedanz „wahnsinnig viel” Geld verlieren. „Mein Karstadt/Quelle-Aktienpaket war in der Spitze drei Milliarden Euro wert. Heute sind es gerade noch 27 Millionen Euro. Auf dem Papier haben wir somit drei Milliarden verloren.” Das sei nicht alles: „Hinzu kommen 170 Millionen Euro Verlust aus meinem Privatvermögen für eine Kapitalerhöhung bei Arcandor im Jahr 2004 und noch zusätzlich ein dreistelliger Millionenbetrag, um das Unternehmen danach zu stabilisieren.”
Seit 2004 "keinen Euro mehr eingenommen"
Ihr Mann Leo Herl, der in Arcandors Aufsichtsrat sitzt, hatte im Juni in einem Interview erzählt, die beiden hätten seit 2004 mit dem Arcandor-Anteil „keinen Euro mehr eingenommen”: „Es gab ja keine Dividenden, wir haben nur zugezahlt”, sagte der 66-Jährige. Die Tochter des Quelle-Gründers Gustav Schickedanz räumt eine Mitschuld an Arcandors Krise ein: „Ich habe viel zu spät gemerkt, dass ich die Kontrolle verloren hatte. siehe http://www.derwesten.de/nachrichten/waz/wirtschaft/2009/7/19/news-126312111/detail.html http://www.focus.de/finanzen/boerse/finanzkrise/angst-vor-armut-quelle-erbin-erntet-hohn-und-spott_aid_4187 99.html http://www.focus.de/finanzen/news/arcandor-wie-gewonnen-so-zerronnen_aid_418270.html http://www.n-tv.de/wirtschaft/Quelle-Gruender-bereicherte-sich-article421084.html http://www.n-tv.de/wirtschaft/Angst-vor-der-Armut-article417856.html http://www.n-tv.de/wirtschaft/Schickedanz-bleibt-an-Bord-article365260.html http://www.faz.net/s/Rub6099194AC2F24A61BD837672B9F8CC8E/Doc~EFCD1638C469944ED9D525AAF8 5CEBD53~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Per Saldo - Lachen über Schickedanz
Zeichentrickfilme mit Tom und Jerry sind nicht gerade für filigranen Humor berühmt. Da zünden sich Katze und Maus gerne gegenseitig an und fügen sich auf jede nur erdenkliche Art Schmerzen zu. Der Zuschauer findet das witzig. Ähnliches in Slapstickfilmen: Dort fangen die Figuren zwar eher selten Feuer, doch das Prin- zip ist das gleiche. Die Protagonisten rutschen auf Bananenschalen aus, bekom- men Torten ins Gesicht oder werden versehentlich nassgespritzt. Gelächter. Schenkelgeklopfe. Schadenfreude ist offenbar tatsächlich die größte Freude, was sich gegenwärtig an Madeleine Schickedanz zeigt. Die Quelle-Erbin verliert ihr Milliardenvermögen und erntet nur Kopfschütteln. Selber schuld, die Dame. Kübelweise Hohn und Spott ergießen sich über die 65-Jährige, als sie in einem Interview über ihre Exis- tenzängste spricht: "Wir leben von 500 bis 600 Euro im Monat. Wir kaufen auch beim Discounter. Gemüse und Kräuter haben wir im Garten." In einer Fernsehsen- dung wird daraufhin eine Sammelaktion gestartet und in ihrem Heimatort die Spen- denbüchse geschwenkt. Ein Verdi-Funktionär aus Mittelfranken überlegt, ob er "ihr einen Antrag auf Hartz IV zuschicken und eine Beratung beim Ausfüllen des kom- plizierten Formulars anbieten soll. Bei bis zu 16 Seiten könnte Frau Schickedanz schon Probleme haben."
Vermögen verpfändet
Madeleine Schickedanz wird selbst bei einer Zwangsvollstreckung wohl kein Sozialfall werden, doch die Insolvenz von Arcandor wird sie teuer zu stehen kom- men. Bei einem Aus von Quelle werde sie ihr gesamtes Vermögen verlieren, beton- te die Unternehmerin. "Häuser, Aktien, Beteiligungen an anderen Firmen. Ich bekä- me mit meinen 65 Jahren nicht einmal Rente." Dem "Stern" zufolge haftet sie mit bis zu 215 Millionen Euro ihres Privatvermögens für Kredite beim Bankhaus Sal. Oppenheim, die sie für den Kauf von Arcandor-Aktien aufgenommen hatte. Sie habe alles verpfändet, was ihr in Deutschland gehöre. Offenbar hat sie zumindest die repräsentative Familienvilla bei Fürth ihrem Sohn übertragen. Sie genieße dort lebenslanges Nutzungsrecht, heißt es. Klingt toll, superreicher Lebensstil sieht aber anders aus. Es ist gar nicht lange her, da zählte Schickedanz noch zu den reichsten Deutschen. Forbes schätzte ihr Vermögen im Jahre 2007 auf rund 3,87 Milliarden Euro. Doch mit dem Absturz der Arcandor-Akti- en schmolzen auch die Milliarden der Großaktionärin zusammen. siehe http://www.n-tv.de/wirtschaft/kolumnen/Lachen-ueber-Schickedanz-article490579.html http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3925&Alias=wzo&cob=436579 http://www.welt.de/wirtschaft/article4449800/Wie-Madeleine-Schickedanz-ihr-Geld-verspielte.html http://www.faz.net/s/Rub6099194AC2F24A61BD837672B9F8CC8E/Doc~E12C94FA748AF46A2843CAF0046 8FB260~ATpl~Ecommon~Scontent.html http://www.manager-magazin.de/koepfe/portraets/0,2828,628337,00.html http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/779/486197/text/ http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/1918098_Wie-arm-wird-Madeleine-Schickedanz.htm l http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/Unternehmen-Arcandor-Schickedanz-Insolvenz;art129,2881646 http://www.focus.de/finanzen/news/handel-und132sternund147-schickedanz-haftet-mit-215-mio-euro_aid_432 016.html http://www.br-online.de/studio-franken/aktuelles-aus-franken/schickedanz-raeumt-vorlagemitschuld-ein-2009- kw30-ID1248068609449.xml http://www.n24.de/news/newsitem_5388129.html http://www.abendblatt.de/wirtschaft/article1166578/Arcandor-Pleite-Verliert-Schickedanz-ihre-Haeuser.html http://www.stuttgarter-nachrichten.de/stn/page/2134470_0_5690_-madeleine-schickedanz-millionenerbin-mit- angst-vor-armut.html
siehe auch Video http://mediathek.daserste.de/daserste/servlet/content/2786634
Spendet für unseren gebeutelten Geldadel – für Madeleine Schickedanz und »King Wendelin«
Es sieht ziemlich penetrant nach Hofberichterstattung aus – und hat insofern sogar eine gewisse Logik. All jene, die liebend gern über die Wichtig- und Nichtig- keiten gekrönter Häupter berichten würden und sich mangels vorzeigbarem Personal hierzulande zum Ausweichen in diverse Monarchien anderswo gezwun- gen sehen, haben nun endlich die wahren Kaiser und Könige Deutschlands gefun- den – in den Chefetagen namhafter Konzerne. Bislang haben die Geldleute der verschiedensten Branchen und ihre dienstbaren Manager ein allzu helles Licht der Öffentlichkeit gescheut, ließen sich doch ihre Geschäfte viel besser im Verborge- nen abwickeln. Seitdem es ihnen aber nun nicht mehr ganz so gut geht und sie vor allem für die Verwerfungen der Wirtschafts- und Finanzkrise verantwortlich gemacht werden, zieht es sie plötzlich vor die Scheinwerfer – natürlich nicht, um dort Verantwortung für ihr gieriges Raffen zu übernehmen, sondern sich selbst als die am schwersten getroffenen Krisenopfer zu inszenieren.
Hilfe für Madeleine Schickedanz
Sehr geehrte Frau Schickedanz,
mit tiefer Betroffenheit habe ich von Ihren finanziellen Nöten erfahren. Ihr Interview in der „Bild“ erschütterte mich zutiefst. Die Wirtschafskrise in Deutschland hat nun auch für mich ein Gesicht bekommen. Ein Gesicht mit zwei Perlenohringen das in die weite Leere eines Aktiendepots blickt. Unfassbar, wie eine Lebensleistung aus harter Arbeit zum Spielball von Banken, Finanzjongleuren und den dunklen Mächten der Marktwirtschaft wird. So lange es Ihnen noch möglich war, haben Sie die rund 80.000 Karstadt- und Quelle-Mitarbei- ter sogar mit Bestellungen aus dem Versandhauskatalog unterstützt - so las ich es im „Bild“-Interview. Die Blicke der anderen Festspiel-Besucher in Bayreuth und Salzburg dafür schmerzten Sie wie „ein Messer im Rücken“ – doch Sie haben es ertragen und sich für Ihr Unternehmen fast schon geopfert. Der alte Wagner auf dem Bayreuther Hügel hätte es nicht besser inszenieren können.
Heute, so lese ich, müssen Sie und Ihr Mann mit 500 bis 600 Euro im Monat aus- kommen. Sie kaufen beim Discounter ein. Damit liegen Sie einzeln betrachtet deut- lich unter dem Hartz-IV-Regelsatz von 358 Euro – auch als Hartz-IV-Bedarfsge- meinschaft stünden Sie deutlich besser da. Wo bleibt der Aufschrei in unserer Republik? Kunstsammlung, Villen, Schmuck und verschiedene Firmenbeteiligun- gen sind in der Krise natürlich unverkäuflich und liegen vergleichbar dem Kauf- haus-Vollsortiment in den Regalen bleiern in Ihrem Tresor. Nur gut, dass es ein soziales Netz gibt und Sie nicht ausschließlich auf Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten angewiesen sind. In den Jahren nach der Grün- dung der Fürther Tafel 2001 ist Ihr Arcandor-Aktienpaket auf einen Wert von 3 Milli- arden Euro angewachsen. Doch nun, in der Insolvenz, sind davon nur noch 27 Millionen auf dem Papier übrig. Das reicht natürlich kaum zum Leben. Damit gehö- ren Sie eindeutig zu den Empfangsberechtigten der Tafel, denn in deren Grundsät- zen heißt es: „In Fürth und Umgebung leben mehrere Tausend Menschen, deren Einkommen zu gering ist um eine ausgewogene Ernährung zu garantieren. Nicht alle Menschen in Deutschland haben Ihr tägliches Brot – obwohl es Lebensmittel im Überfluss gibt. Für viele sozial schwache Familien sind diese zu teuer.“
Liebe Frau Schickedanz, Sie gehören von nun an dazu. Sind Teil der deutschen Transfergemeinschaft. Bitte überwinden Sie Ihre Scham und denken Sie auch an Ihre Kinder, die sich schon auf ein sorgenfreies Leben eingestellt hatten und deren Erbe nun als Scherbenhaufen vor dem Insolvenzverwalter liegt. Dass Ihnen die Gesellschaft etwas zurückgibt, ist mehr als gerecht. Haben Sie sich doch immer sozial engagiert. So etwa beim Tennis-Weltranglistenturnier "Schicke- danz-Open" in Fürth. Ihm liehen Sie nicht nur den klangvollen Namen, sondern trommelten auch kräftig für den Sponsoren-Pool, so dass insgesamt ein Preisgeld von 75.000 Dollar zusammen kam. Auch etwa die Hälfte des 200.000-Euro-Etats des zweitgrößten Tennisturniers in Bayern soll aus dem Hause Schickedanz kom- men, schrieb die "Bild" noch jüngst. Hierfür schuldet Ihnen die Gesellschaft über die Grundlinie hinaus Dank und Anerkennung. siehe http://www.blogsgesang.de/2009/07/24/spendet-fuer-unseren-gebeutelten-geldadel-fuer-madeleine-schickeda nz-und-king-wendelin/ http://www.bella-parola.com/2009/07/hilfe-fur-madeleine-schickedanz.html
Sehr geehrte Frau Schickedanz,
wie letzte Woche in den verschiedenen Printmedien zu lesen war, fürchten Sie sich vor Altersarmut - Sie leben bereits jetzt von nur 500/600 Euro monatlich. Und es ist nur noch ein Essen beim Italiener um die Ecke drin, das kostet dann 40 Euro für zwei. Mit 20 Euro muss ein Hartz-IV-Empfänger fünf Tage überleben - und Sie beklagen sich, dass nur noch ab und zu ein Essen beim Italiener drin ist!
Wenn Sie alles verlieren sollten, dann erhalten AUCH Sie eine schöne Grundsiche- rung, womöglich in Höhe des Hartz-IV-Satzes von sage und schreibe momentan 359 Euro. Ihnen wird dann auch die Miete und die Heizung bezahlt werden - aller- dings nur in einer angemessenen Unterkunft, zurzeit höchsten 50 qm pro Person.
Von den 359 Euro müssen Sie auch das Telefon, den Strom, den öffentlichen Nah- verkehr, Kosmetika usw. usw. bestreiten. Leider ist dann ein Besuch in Ihrer Stammpizzeria nicht mehr möglich - denn dafür sind dann monatlich nur noch 7,18 Euro vorgesehen.
Ach, nicht vergessen - alle Ihre Versicherungen und die Kosten für Ihren schicken Kleinwagen müssen Sie natürlich auch noch aus diesem Betrag zahlen. Das führt bald dazu, dass sie ersten alle Ihre Versicherungen kündigen werden müssen und zweitens auf Ihren fahrbaren Untersatz recht schnell verzichten müssen. Natürlich ist die Fahrt mit dem Fahrrad oder das Einkaufen zu Fuß auf der grünen Wiese viel zuträglicher. siehe http://www.firmendb.de/pressemitteilungen/pressemitteilung-4206.php
Imageberatung: Ist der Ruf erst ruiniert
Von Eick bis Wiedeking – wer im Rampenlicht steht, greift mal daneben. Den Imageschaden zu beheben, ist selbst mit professioneller Hilfe ein langwieriges Unterfangen. Überheblichkeit, Leichtsinn, Gier, Selbstsucht und Rücksichtslosig- keit – immer mehr Deutsche denken schlecht von Führungskräften. So miserabel wie hierzulande kommen die Wirtschaftsbosse nirgendwo weg. Weder in den anderen großen Ländern Europas noch in den USA: Mehr als 80 Prozent der Deut- schen halten Top-Manager für unmoralisch, wie eine Studie des Marktforschungs- instituts Harris Interactive im Auftrag der „Financial Times“ ergab. Fast 90 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass Spitzenkräfte überbezahlt sind. Als Konse- quenz wünschen sich die meisten Deutschen eine finanzielle Sonderbehandlung von Managern, wenn die Regierung ein Unternehmen stützt: Der Staat solle Gehäl- ter und Boni kürzen, fanden 82 Prozent der mehr als 1000 Befragten.
Die kritische Haltung wundert wenig, schließlich fielen Deutschlands Wirtschafts- größen in den vergangenen Wochen und Monaten unangenehm auf. Josef Acker- mann, Maria-Elisabeth Schaeffler, Karl-Gerhard Eick – ein Imageknick jagt den nächsten. Den Ruf wiederherzustellen, ist ein langwieriges Unterfangen – selbst wenn Manager professionelle Imageberater zur Schadensbegrenzung engagieren.
Eigentlich ließe sich ein gutes Image recht einfach bewahren – mit drei goldenen Regeln, sagt Imageberater Dirk Große-Leege, Chef von Cardo Communications. Die erste Regel lautet: Ruhe bewahren. Nichts bringe Konzernlenker schneller zu Fall als hektischer Aktionismus, mahnt der Kommunikationsprofi. In Krisensituatio- nen komme das leider häufig vor. Was eigentlich eine Binsenweisheit ist, müssten deshalb auch Konzernlenker verinnerlichen: erst denken, dann reden. „Top-Manager stehen unter massivem Druck und tun schnell etwas Unüberleg- tes“, so Große-Leege.
Ein Todesstoß fürs Image
Als besonders brisant könnten sich zudem kurzfristige Imageveränderungen erweisen. Deshalb lautet gemäß Groß-Leege die zweite Regel im Reputationsma- nagement: authentisch bleiben. Der Ex-Leiter der Konzernkommunikation von Volkswagen hat sich auf Veränderungs- und Krisenkommunikation spezialisiert. Der Fall von Konzernmutter Maria-Elisabeth Schaeffler zeigt, wie sehr ein plötzli- cher Sinneswandel am Renommee kratzen kann. Die öffentliche Kritik an dem Auftritt der einstigen Gewerkschaftsskeptikerin als IG-Metall-Freundin mit rotem Schal beschäftigte die Öffentlichkeit wochenlang.
Zu einem wahren Todesstoß fürs Image kann sich ein zu lascher Umgang mit der Wahrheit entwickeln. Deshalb lautet die dritte Grundregel von Imageberater Große- Leege: nie lügen. Welch krasser PR-GAU auf eine Aussage folgen kann, die öffent- lich als unwahr gewertet wird, verdeutlicht das Beispiel der Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz. Mit ihrer Story von der armen Millionärin, die nur noch beim Italiener um die Ecke Pizza essen kann, zog sie den Hohn der ganzen Republik auf sich – spätestens, als eben jener Italiener publik machte, dass Schickedanz noch vor zwei Wochen bei ihm Scampi zu sich genommen habe.
Verkaufsfaktor Persönlichkeit
Um derartige öffentliche Fehltritte zu vermeiden, engagieren Top-Führungskräfte zunehmend Reputationsmanager. Kein billiges Vergnügen – nach Branchenan- gaben verlangen die Profis 2500 bis 12 000 Euro pro Tag. „Die Investition in das eigene Image kann sich durchaus lohnen“, sagt Wirtschaftspsychologe Herbert Fitzek. Schließlich steigere der gute Ruf eines Konzernlenkers auch die Nachfra- ge: „Produkte verkaufen sich über Personen, deshalb sollte das Image in Einheit mit dem Unternehmen stehen“, so der Professor an der University of Management and Communication in Potsdam. Die Gefahr: „Wenn ein Gesicht verbrannt ist, muss es weg.“ siehe http://www.focus.de/karriere/management/tid-15281/imageberatung-ist-der-ruf-erst-ruiniert_aid_427986.html
Insolvenzverwalter geht frühere Arcandor-Spitze hart an - die bereits bekannten “Nieten in Nadelstreifen”
Der Insolvenzverwalter des Handels- und Touristikkonzerns Arcandor, Klaus Hubert Görg, ist mit der früheren Unternehmensspitze hart ins Gericht gegangen. "Arcandor war eines dieser Unternehmen, die über Jahre zu viel Geld zum Ster- ben, aber zu wenig zum Überleben hatten", sagte Görg in einem Interview der "Welt am Sonntag". "Da gab es keine klare Richtung." Die Übernahme von Thomas Cook etwa habe dem Unternehmen Substanz entzo- gen, die für die Sanierung der Versandhandelssparte Primondo (Quelle) und der Warenhauskette Karstadt gefehlt habe. Überhaupt gebe es viele Beispiele dafür, dass um den Preis der kurzfristigen Liquidität die Ertragskraft ruiniert worden sei. "Es ist dem Vorstand erstaunlich lange gelungen, den Staub aus den Ecken zu kehren und auch den noch zu Liquidität zu machen", sagte Görg. "Wir haben mit der Lupe nach der Substanz in diesem Unternehmen gesucht, aber wir haben nichts Nennenswertes gefunden", betonte der Sanierungsexperte und fügte hin- zu: "In diesem Hause gibt es wirklich nichts, was nicht anderen Leuten gehört." Anscheinend wurde im Konzern seit Jahren trotz schleppend laufender Geschäfte auffallend viel Geld ausgegeben. "Der dienstliche Aufwand des Vorstandes war sehr hoch. Jedenfalls sehr hoch für ein Unternehmen in der wirtschaftlichen Ver- fassung wie Arcandor", sagte Görg. "Ein Vorstandsvorsitzender sollte Vorbild sein; ich habe sparsamere erlebt." siehe http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE57F05F20090816 http://www.mdr.de/nachrichten/6608245.html http://www.stern.de/wirtschaft/news/unternehmen/pleitekonzern-arcandor-insolvenzverwalter-entsetzt-ueber-v orstand-1503643.html http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/884/484322/text/ http://www.ftd.de/unternehmen/handel-dienstleister/:arcandor-pleite-insolvenzverwalter-geht-ex-chefs-hart-an/ 554078.html http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister/insolvenzverwalter-kritisiert-ex-manager;24453 35 http://www.bbv-net.de/public/article/wirtschaft/news/745380/Insolvenzverwalter-entsetzt-ueber-Management.ht ml
Deutschland, deine “Nieten in Nadelstreifen” oder Die Aasgeier fressen sich noch mal an der Pleite satt 
Arcandor-Chef: Empörung über Mega-Abfindung
Wer in einem halben Jahr 15 Millionen Euro verdienen will, muss Großes geleistet haben – eigentlich. Im Fall von Arcandor-Chef Eick reicht es wohl schon, ein insol- ventes Unternehmen zu verlassen. Kurz vor der erwarteten Insolvenzeröffnung beim Handelsriesen Arcandor ist eine Debatte über die mögliche Abfindung für Vorstandschef Karl-Gerhard Eick entbrannt. Experten gehen davon aus, dass Eick sein Amt zeitnah niederlegen wird. Für diesen Abgang soll der Manager bis zu 15 Millionen Euro erhalten. Der Vorstandsvorsitzende des krisengeschüttelten Handels- und Tourismuskonzerns könnte das Unternehmen bereits in dieser Woche verlassen, wenn – wie erwartet – am Dienstag (1. September) die Insol- venzverfahren für die wichtigsten Arcandor-Gesellschaften eröffnet werden. Die Millionenabfindung stößt bei den Betriebsräten von Karstadt und Quelle auf schar- fe Kritik. Eick hatte erst im vergangenen März Thomas Middelhoff als Vorstands- chef abgelöst. Für den Fall einer Insolvenz hatte er sich gut abgesichert. Unabhängig davon, ob er seinen Fünfjahresvertrag erfüllt oder nicht, sollen ihm die Gesellschafter der Privatbank Sal. Oppenheim die Summe von zehn bis 15 Millio- nen Euro garantiert haben. Oppenheim ist neben Quelle-Erbin Madeleine Schicke- danz Großaktionär von Arcandor. Sorgen um den Ausfall von Zahlungen aus der Insolvenzmasse muss Eick sich also nicht machen.
siehe http://www.focus.de/finanzen/boerse/aktien/arcandor-chef-empoerung-ueber-mega-abfindung_aid_431165.htm l http://www.welt.de/die-welt/wirtschaft/article4430877/Arcandor-Chef-verteidigt-Millionen-Abfindung.html http://www.abendblatt.de/wirtschaft/article1161788/Wirbel-um-Millionen-Abfindung-fuer-Eick.html http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,645364,00.html http://www.faz.net/s/Rub6099194AC2F24A61BD837672B9F8CC8E/Doc~E51E34EBE9C404737A593206C5D FC031A~ATpl~Ecommon~Scontent.html http://www.welt.de/wirtschaft/article4411387/Arcandor-Chef-hat-goldenen-Handschlag-sicher.html http://boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_376754 http://www.rp-online.de/public/article/wirtschaft/news/750050/15-Millionen-fuer-Arcandor-Chef.html http://de.reuters.com/article/companiesNews/idDEBEE57T01820090830 http://www.n-tv.de/wirtschaft/Arcandor-Chef-Eick-wirft-hin-article485487.html http://www.n-tv.de/wirtschaft/Debatte-um-Eick-Abfindung-article482699.html http://www.derwesten.de/nachrichten/2009/9/1/news-131545537/detail.html http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/Unternehmen-Karl-Gerhard-Eick-Arcandor-Quelle-Karstadt;art129,2889 242 http://www.n24.de/news/newsitem_5385730.html http://www.ksta.de/html/artikel/1251362203032.shtml
Nach Arcandor-Pleite: Primondo streicht 3700 Stellen
Der Jobabbau beim Versandunternehmen Primondo und seinem Flaggschiff Quelle ist weitaus größer als befürchtet. Nach Angaben des vorläufigen Insol- venzverwalters sollen bis Januar bundesweit 3700 Stellen wegfallen. Dies teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg am Donnerstag in Nürnberg mit. Die defizitären 109 Quelle Technik-Center sollen in Kürze geschlossen werden. Die Zahl der Quelle-Shops werde von 1450 auf rund 1000 reduziert. Quelle soll aber fortgeführt werden. Das Unternehmen habe realistische Möglichkeiten, sich durch eine Sanierung im Insolvenzverfahren als europäischer Marktführer im Homeshop- ping aufzustellen. siehe http://www.stern.de/wirtschaft/news/unternehmen/nach-arcandor-pleite-primondo-streicht-3700-stellen-15032 48.html
Poker bis zur letzten Minute: Ringen um Quelle-Finanzierung
Um die überlebenswichtige Finanzierung des laufenden Geschäfts beim insolven- ten Versandhändler Quelle wird bis zur letzten Minute gepokert. Die Tochter des vor der Zerschlagung stehenden Handelskonzerns Arcandor braucht eine Eini- gung mit einem Bankenkonsortium um die Valovis Bank, das die Forderungen an die Kunden für Quelle vorfinanziert. Bislang war noch keine Einigung in Sicht. "Wie es aussieht, zieht es sich noch", sagte eine Sprecherin der Valovis Bank. "Wir haben signalisiert, dass wir mit der Commerzbank und der BayernLB bis 31. Dezember weitermachen wollen." Nun sei Insolvenzverwalter Klaus-Hubert Görg am Zug. Die im Juni geschlossene Finanzierungsvereinbarung läuft am Mittwoch aus. Gelingt die Einigung über einen Anschlussvertrag nicht, droht der ohnehin vor harten Einschnitten stehenden Quelle das rasche Aus. Görg hatte die von Valovis angebotenen Konditionen für die Finanzierung eines Forderungsvolu- mens von rund 300 Mio. Euro als deutlich überhöht zurückgewiesen. Görgs Sprecher gab sich verhalten zuversichtlich: "Die Gespräche laufen nach wie vor konstruktiv", sagte er. In Verhandlungskreisen hieß es, grundsätzlich sei die Bereitschaft zu einer Einigung auf allen Seiten vorhanden. Doch fahre Valovis in den Gesprächen eine harte Linie. Die Commerzbank und die BayernLB wollten sich zum Stand der Gespräche nicht äußern. siehe http://www.n-tv.de/wirtschaft/Ringen-um-Quelle-Finanzierung-article495554.html
Insolventes Versandhaus: Kredit rettet Quelles Weihnachtsgeschäft
Die Banken haben Quelle bis zur letzten Minuten zittern lassen, doch dann lenkten sie ein: Dank eines neuen Kredits kann das insolvente Versandhaus bis zum Ende des Jahres weiterarbeiten. Ob sich bis dahin ein Investor für das traditionsreiche Unternehmen findet, ist aber weiter offen. "Es ist eine wirtschaftliche Einigung erfolgt", sagte der Vorstandsvorsitzende der Essener Valovis Bank, Robert K. Gogarten, am Donnerstag in Nürnberg. Der Sprecher von Klaus-Hubert Görg, dem Insolvenzverwalter des Quelle-Mutterkonzerns Arcandor, bestätigte die Angaben. Nun müsse der Lösungsvorschlag noch von den Gremien der drei beteiligten Banken gebilligt werden. "Dann steht das Ding", sagte Valovis-Chef Gogarten. Valovis ist die Hausbank von Quelle. Die Frist für die Verlängerung der Kreditlinien im Volumen von rund 300 Millionen Euro hatte am Mittwoch um 24 Uhr geendet. Beteiligt sind neben der Valovis Bank noch die Commerzbank und die BayernLB. "Wir haben bis spät in die Nacht gearbeitet", sagte Gogarten. Alle drei Banken seien entschlossen, Quelle bis zum Jahresende Zeit zu geben. siehe http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,648147,00.html http://www.n-tv.de/wirtschaft/Quelle-bekommt-Chance-article498148.html http://www.nz-online.de/artikel.asp?art=1084110&kat=6 http://www.faz.net/s/Rub6099194AC2F24A61BD837672B9F8CC8E/Doc~EAF55FAAADC7B4F03B8827B1D B2BB3E9C~ATpl~Ecommon~Scontent.html http://www.focus.de/finanzen/news/arcandor-pleite-erhaelt-quelle-heute-den-todesstoss_aid_434137.html http://www.rp-online.de/public/article/wirtschaft/news/756039/Quelle-kann-wohl-bis-Jahresende-weitermachen .html http://www.stern.de/wirtschaft/news/unternehmen/insolventes-versandhaus-quelle-finanzierung-unter-dach-un d-fach-1508538.html http://www.n-tv.de/wirtschaft/Quelle-vorerst-gerettet-article501213.html
siehe auch die folgenden Sonderseiten “Nieten im Nadelstreifen” 
Anteile verkauft: Arcandor und Cook getrennt - Arcandor zerbröselt
Der Pleitekonzern Arcandor beginnt auseinander zu brechen. Dessen Gläubiger- banken haben jetzt 44 Prozent der an sie verpfändeten Anteile der britischen Arcandor-Tochter Thomas Cook an Fondsgesellschaften verkauft. Der Touris- tikriese hat damit seine Bande zur ehemaligen Mutter gelöst. Ein Großteil der 376 Millionen Cook-Aktien, die den Gläubigerbanken gut eine Milliarde Euro bringen, sei von Indexfonds gekauft worden. Mehr als drei Jahrzehnte nach der Übernahme der heutigen Thomas-Cook-Sparte Neckermann Reisen durch die jetzige Arcandor-Tochter Karstadt gehen der Han- dels- und der Touristikkonzern damit getrennte Wege. Insgesamt seien mehr als 376 Mio. Thomas-Cook-Aktien zu 240 britischen Pence das Stück platziert worden, teilte die BayernLB im Namen des Bankenkonsortiums in London mit. Der Ver- kaufserlös belaufe sich damit auf umgerechnet 1,03 Mrd. Euro. An der Londoner Börse legten die Thomas-Cook-Aktien kräftig zu. Der platzierte Aktienanteil von 43,9 Prozent entspricht der BayernLB zufolge der kompletten Beteiligung, die Arcandor zuletzt an Thomas Cook hielt. Von dem Verkaufserlös dürfte Arcandor allerdings nichts sehen, denn der Konzern hatte seinerzeit den Anteil im Gegenzug für Milliardenkredite an seine wichtigsten Gläubiger wie Bayern LB, Commerzbank und Royal Bank of Scotland (RBS) verpfändet. siehe http://www.n-tv.de/wirtschaft/Arcandor-und-Cook-getrennt-article499408.html http://www.n24.de/news/newsitem_5413624.html http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/1938293_Touristik-Konzern-Arcandor-zerbroeselt.ht ml http://www.welt.de/die-welt/wirtschaft/article4509497/Fragen-um-den-Super-Bonus.html http://www.ksta.de/html/artikel/1246883889253.shtml http://de.reuters.com/article/companiesNews/idDEBEE58908720090910 http://www.morgenpost.de/printarchiv/wirtschaft/article1168125/Arcandor_befindet_sich_in_Aufloesung.html
Zocker lieben Arcandor
In nur drei Tagen hat sich der Kurs der Arcandor-Aktie verdreifacht, obwohl der Konzern pleite ist. Was dahintersteckt.
Es war eine Nachricht, die Börsianer aufhorchen ließ: Am Mittwoch verkündete der insolvente Kaufhauskonzern Arcandor, die Gläubigerbanken seien durch den Ver- kauf der Tochter Thomas Cook zufriedengestellt. Es bleibe sogar noch etwas Geld übrig. Prompt schoss der Aktienkurs in die Höhe. Arcandor legte annähernd 40 Prozent zu, am Donnerstag ging es munter weiter – kurz nach zehn Uhr notierte der Titel zeitweise auf einem Mehrmonatshoch von 76 Cent. Das war ein Plus von 35 Prozent, verglichen mit dem Vortag. Auf den ersten Blick hat es den Anschein, als sei die positive Unternehmensmeldung für die verblüffende Hausse verantwort- lich. Weit gefehlt. Die wirkliche Ursache für den Steigflug ist der Short-Squeeze – ein irres Spiel, das die Börse wie ein Spielkasino erscheinen lässt.
Shortseller kriegen Muffensausen
Angesichts der desolaten Lage von Arcandor hatten Spieler, Shortseller, auf fallen- de Kurse gesetzt. Am Mittwoch ging alles ganz schnell. Die ersten Anleger spran- gen auf, sie witterten die Chance, ein paar Euro mit dem Schrottpapier zu verdie- nen – immerhin klang die neue Nachricht positiv. Der Kurs stieg. Plötzlich beka- men die Shortseller kalte Füße: Wenn der Kurs zu stark emporschießt, kann die Wette auf den Untergang schiefgehen. Wer das Spiel auflösen will, muss nach den Regeln der Börse schleunigst Aktien kaufen. Genau das passierte – es kam ein Mechanismus in Gang, der den Kursanstieg rasant beschleunigte. Die Luft aus der Arcandor-Blase dürfte erst entweichen, wenn sich die meisten Shortseller mit Aktien eingedeckt haben. Danach sah es am Donnerstagnachmittag aus. Auf den Höhenflug folgte der Absturz. Mittlerweile notiert das Papier des Kaufhaus- und Versandhandelskonzerns wieder unter 50 Cent. Es ist absehbar, dass der Kurs wieder auf dem Ausgangsniveau vom Mittwoch landet – immerhin besteht auch nach dem Thomas-Cook-Deal kaum neue Hoffnung für Arcandor. siehe http://www.focus.de/finanzen/boerse/aktien/MONEY-boerse/money-boerse-zocker-lieben-arcandor_aid_4366 66.html
Arcandor wird zur Massen-Insolvenz
Rund 75.000 angemeldete Gläubiger und 54 Insolvenzverfahren - die Abwicklung der Arcandor-Pleite hat das Potenzial, als einer der bislang größten deutschen Insolvenzfälle in die Wirtschaftsgeschichte einzugehen. Für den im November bei mehreren Veranstaltungen erwarteten Gläubigeransturm wurde eigens die Esse- ner Grugahalle für mehrere Tage angemietet. Der Kölner Anwalt Klaus Hubert Görg wurde vom Essener Amtsgericht zum Herrn in 37 der insgesamt 54 Einzel-Verfah- ren bestellt. Darunter sind neben der Holding mit dem Kunstnamen Arcandor AG die wichtigsten Konzerngesellschaften wie der Warenhausriese Karstadt und der Versandhändler Quelle. Weitere Verfahren für "Töchter" aus dem weit verzweigten Unternehmen beschäftigen Amtsgerichte und Kollegen von Görg im bayerischen Fürth ebenso wie in Düsseldorf oder Frankfurt. siehe http://www.n24.de/news/newsitem_5445554.html
Das gleiche Spiel der “Nieten im Nadelstreifen” noch einmal, nur mit anderen Darstellern Die Aasgeier fressen sich noch mal an der Pleite satt, da ist noch was zu holen

Wenn alles gut geht bei Arcandor: Spitzenhonorar für Görg
Der Insolvenzverwalter des Handels- und Reisekonzerns Arcandor, Klaus Hubert Görg, kann im Erfolgsfall einem Medienbericht zufolge mit einem Spitzenhonorar in zweistelliger Millionenhöhe rechnen. Voraussetzung sei, dass er neben der Arcan- dor-Beteiligung an Thomas Cook auch die Konzerntöchter Primondo und Karstadt verkaufe, berichtete das Manager Magazin unter Berufung auf Insolvenzrechtsex- perten. Demnach fallen bei den Verkäufen erhebliche Gebühren an. Diese Gelder fließen den Angaben zufolge in die sogenannte Insolvenzmasse, nach deren Volu- men sich wiederum Görgs Honorar bestimmt. Deshalb könnte Görg allein der Ver- kauf der Beteiligung am Reisekonzern Thomas Cook Fachleuten zufolge ein Honorar von 10 bis 15 Mio. Euro einbringen. siehe http://www.n-tv.de/wirtschaft/Spitzenhonorar-fuer-Goerg-article519735.html http://www.derwesten.de/nachrichten/nrz/2009/9/24/news-134425341/detail.html http://www.focus.de/finanzen/news/karstadt-mutter-arcandor-pleite-macht-insolvenzverwalter-reich_aid_43889 6.html
Quelle-Kündigungen alle raus: Schwarzer Tag bei Arcandor
Tausenden Mitarbeitern des insolventen Arcandor-Konzerns ist gekündigt wor- den. Bei der Konzerntochter Primondo/Quelle sind bis zum Freitag sämtliche Kündigungen ausgesprochen worden. Dies teilte der Gesamtbetriebsratsvorsit- zende Ernst Sindel in Nürnberg mit. Insgesamt werden bundesweit rund 3.100 der 10.500 Mitarbeiter ihren Job verlieren, davon mehr als 1.700 in Bayern. Von den Kündigungen seien aber "nur" 2.700 bis 2.800 Menschen betroffen, sagte Sindel. Die übrigen hätten bereits vorher selbst gekündigt. Die Auslese sei ein sehr schwieriger Prozess gewesen. "Das geht an die Nieren." Soweit möglich, sei mit den Betroffenen ein persönliches Gespräch geführt worden. Die Kündigungen wurden zum Jahresende ausgesprochen. Rund 500 Mitarbeiter erhielten aber das Angebot, bereits zum 1. Oktober in eine Transfergesellschaft zu wechseln, wo sie weiterqualifiziert und auf neue Arbeitsplätze vermittelt werden sollten. Wie viele von ihnen davon Gebrauch machen werden, soll sich laut Sindel bis Mitte nächster Woche entscheiden. siehe http://www.n-tv.de/wirtschaft/Schwarzer-Tag-bei-Arcandor-article520913.html http://www.n24.de/news/newsitem_5458289.html
Wer kontrolliert eigentlich den Arcandor- Insolvenzverwalter?
Arcandor-Aufsichtsratschef Janssen tritt zurück. Sein Einfluss war seit Beginn des Insolvenzverfahrens ohnehin begrenzt. Die Macht liegt ganz bei Insolvenzverwal- ter Görg. Die Gewerkschaft Verdi ist besorgt und verlangt mehr Mitbestimmung und Transparenz. Karl-Gerhard Eick und Friedrich Carl Janssen haben zwei Gemeinsamkeiten: Beide sind angetreten, um den Essener Karstadt-Mutterkon- zern Arcandor zu retten. Und beide haben mittlerweile abgedankt – Eick als Vorstandschef und nun auch Janssen als Vorsitzender des Aufsichtsrats.
Auf der Chefetage werden die Zerfallserscheinungen von Arcandor immer sichtba- rer. Mit Beginn des Insolvenzverfahrens Anfang September musste beinahe der gesamte Vorstand abtreten. Nur Versand-Spartenchef Marc Sommer durfte unter der Führung von Arcandor-Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg bleiben. Neben Eick waren fünf Vorstände nicht länger erwünscht – unter ihnen Karstadt-Chef Stefan Herzberg. Der 68-jährige Insolvenzjurist Görg verfügt nun über eine Macht- fülle, wie sie kein Vorstand erreichen könnte. Das klassische Kontrollgremium ist mit dem Rückzug von Janssen kopflos. Allerdings hätte der Aufsichtsrat ohnehin kaum Einfluss im Insolvenzverfahren nehmen können. „Das ist wie Monopoly ohne Geld”, beschreibt Hans Haarmeyer, Direktor des Deut- schen Instituts für angewandtes Insolvenzrecht, die Ohnmacht der Kontrolleure. Zwar existiere der Aufsichtsrat als Gremium weiter, aber er werde „in seiner Verfü- gungsgewalt vom Unternehmen abgeschnitten”. Sitzungen des Aufsichtsrats hat es seit vielen Wochen nicht mehr gegeben. Insofern hat der Rücktritt von Janssen eher symbolische Bedeutung. Er steht als persönlich haftender Gesellschafter der Privatbank Sal. Oppenheim auch für die gescheiterten Rettungsbemühungen um Arcandor.
Oppenheim war vor einem Jahr bei Arcandor eingestiegen und wurde größter Aktionär. Das Manöver ging gründlich schief. Arcandor musste Insolvenz anmel- den, die Bank ist seither schwer angeschlagen. Janssen wolle nun persönlich einen Schlussstrich ziehen, heißt es in seiner Umgebung. siehe http://www.derwesten.de/nachrichten/waz/wirtschaft/2009/10/2/news-135455927/detail.html http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,652957,00.html http://www.focus.de/panorama/vermischtes/arcandor-zeitungsbericht-aufsichtsratschef-von-arcandor-ist-zurue ckgetreten_aid_441023.html
Ermittlungen ausgeweitet: Staatsanwalt bei Arcandor
Neuer Ärger in der Arcandor Zentrale.
Die Staatsanwaltschaft in Bochum hat ihre Ermittlungen gegen das insolvente Handelsunternehmen Arcandor ausgeweitet. Bereits am Donnerstag erschienen nach "Spiegel"- Informationen zwei Staatsanwälte und vier Zivilbeamte in der Hauptverwaltung des Konzerns in Essen und forderten die 2.000 Beschäftigten auf, ihre Dienst-Laptops übers Wochenende abzugeben. Bernd Bienioßek von der Staatsanwaltschaft Bochum bestätigte am Wochenende den Beschluss zur Daten- sicherung bei Arcandor. "Es ging uns nicht um eine Lahmlegung des Konzerns." Man habe bei allen notwendigen Überprüfungen versucht, die Aufrechterhaltung des laufenden Betriebs sicherzustellen. siehe http://www.n-tv.de/wirtschaft/Staatsanwalt-bei-Arcandor-article532811.html
Fehlende Investoren: Quelle-Versand wird abgewickelt - Quelle war nicht mal zu verschenken - Wie der Quelle-Tod das Land trifft
Der Versandhändler Quelle steht vor dem Aus. Die Liquidierung des Unterneh- mens soll schon bald beginnen. Zuvor war die Suche nach Investoren für die Dachgesellschaft gescheitert. Das profitable Auslandsgeschäft soll zügig verkauft werden - insgesamt sind rund 7000 Arbeitsplätze in Gefahr. Das einst größte deutsche Versandunternehmen Quelle steht vor der Liquidierung. Die Verkaufsan- strengungen für Quelle Deutschland seien erfolglos geblieben, teilte der Insolvenz- verwalter des Mutterkonzerns Arcandor , Klaus Hubert Görg, mit. "Nach 15 inten- siven Verhandlungen mit einer Vielzahl von Investoren sehen der Insolvenzver- walter wie Gläubigerausschuss jetzt keine Alternative zur Abwicklung von Quelle Deutschland mehr", so Görg. Was dies für die Mitarbeiter bedeutet, will er am Dienstagnachmittag in Nürnberg mitteilen. Nach Angaben der "Financial Times Deutschland" verlieren rund 7000 Menschen ihren Job. Eine wesentliche Ursache für das Scheitern der Quelle-Verkaufsgespräche war nach Angaben Görgs, dass die notwendige Einigung über das sogenannte Factoring nicht zustande kam. Dabei geht es um die Finanzierung des Versandgeschäfts. Beim Factoring gibt Quelle die Kundenforderungen gegen Provision an eine Bank weiter, die die offe- nen Beträge im Gegenzug vorfinanziert. Görg ist mit seinem Plan gescheitert, den hochdefizitären Quelle-Versand im Verbund mit lukrativen Spezialversendern wie Baby-Walz zu verkaufen. Noch am Wochenende habe der Insolvenzverwalter von vier Interessenten gesprochen. Jedoch habe letztlich niemand das unter der Dach- gesellschaft Primondo zusammengefasste Versandgeschäft komplett überneh- men wollen. siehe http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,656104,00.html http://www.focus.de/finanzen/news/quelle-zukunft-arcandor-verkaufsantrengungen-fuer-quelle-war en-erfolglos_aid_446262.html http://www.welt.de/wirtschaft/article4903641/Versandhaendler-Quelle-wird-endgueltig-abgewickelt. html http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/245/491610/text/ http://www.tagesschau.de/wirtschaft/quelle226.html http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=1107510&kat=5&man=3 http://www.ksta.de/html/artikel/1255507169279.shtml http://www.stern.de/wirtschaft/news/unternehmen/rettung-gescheitert-versandhaus-quelle-schliesst- die-pforten-1515660.html http://www.n-tv.de/wirtschaft/Quelle-kurz-vor-dem-Aus-article554081.html http://www.focus.de/finanzen/news/arcandor-alles-muss-raus_aid_446346.html http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,656307,00.html http://www.tagesspiegel.de/zeitung/Die-Dritte-Seite-Quelle-Versandhandel;art705,2928634 http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Nachrichten/Wirtschaft/Artikel,-Kommentar-Quelle-Au s-_arid,1943118_regid,2_puid,2_pageid,4557.html http://www.tagesschau.de/kommentar/quelle256.html http://www.focus.de/finanzen/news/insolvenzverwalter-quelle-war-nicht-mal-zu-verschenken_aid_4 46590.html http://www.focus.de/finanzen/news/tid-15906/versandhaus-wie-der-quelle-tod-das-land-trifft_aid_446 430.html
Madeleine Schickedanz: Die Frau im Hintergrund
Die Quelle-Pleite fordert ein reiches Opfer: Die Anteile der einstigen Multi-Milliar- därin Madeleine Schickedanz sind nun wertlos. Sie erfuhr es auf ihrer Geburts- tagsfeier: Schickedanz wurde am Tag der Quelle-Pleite 66 Jahre alt. So schnell wie der Traditionskonzern unterging, schmolz auch ihr Vermögen: Schickedanz´ Aktienpaket von zuletzt knapp 21 Prozent - inzwischen nach dem Rückzug der Bank Sal. Oppenheim wieder aufgestockt -, war einst zu Spitzenzeiten mal drei Milliarden Euro wert gewesen, zuletzt waren es je nach Tageskurs ein paar Millionen Euro. Schickedanz hatte sich verspekuliert. Dabei war sie nie besonders risikofreudig. Als sie Großaktionärin bei KarstadtQuelle wurde, galt das Traditions- haus als sichere Anlage. siehe http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/?em_cnt=2027623 http://www.wiwo.de/unternehmen-maerkte/das-geburtstags-drama-der-quelle-erbin-411401/ http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4809616,00.html
Möglicher Teilverkauf: Berichte über Quelle-Investoren irritieren Insolvenz- verwalter
Quelle ist doch noch nicht vollständig verloren: Nach Informationen des SPIEGEL haben zwei Investoren Interesse an Teilen der insolventen Versandhauskette bekundet. Dabei gibt es aber offenbar einen nicht näher spezifizierten Streit um den Markennamen. Einem Bericht der Nachrichtenagentur dpa zufolge sind die Investoren vor allem am Kern des Deutschland-Geschäfts mit den Bereichen Möbel, Küchen, Haus- und Heimtextilien sowie Küchengeräte interessiert. Das bestätigten am Freitag übereinstimmend der Nürnberger Wirtschaftsreferent Roland Fleck (CSU) und der Quelle-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Ernst Sindel.
Laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" haben die Interessenten bereits Konzepte vorgelegt, denen zufolge die Ware wie bisher über Katalogversand, Internet und eigene Läden vertrieben werden. Fleck sagte der dpa, möglicherweise könnten die Arbeitsplätze von einigen hundert Beschäftigten gerettet werden. Auch er sprach von zwei sehr ernsthaften Interessenten mit plausiblen Konzepten, die ihr Interesse bereits formell bekundet. Laut Sindel ist der Insolvenzverwalter bereits eingebunden. Görgs Sprecher Thomas Schulz zeigte sich über die Neuig- keiten verwundert - er wisse nichts von neuen Konzepten: "Wenn es diese Inves- toren gibt, sollen sie sich schleunigst beim Insolvenzverwalter melden", sagte er. "Es gibt unheimlich viele Anfragen für Teilgesellschaften." Jetzt müsse geprüft werden, wer ernsthaft interessiert und wer bloß neugierig sei. siehe http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,657042,00.html http://www.rp-online.de/public/article/wirtschaft/news/773648/Neue-Hoffnung-fuer-Quelle.html http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/762/492123/text/ http://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2009-10/quelle-hoffnung-rettung http://www.focus.de/finanzen/news/versandhandel-neue-hoffnung-fuer-quelle_aid_447538.html http://www.br-online.de/studio-franken/aktuelles-aus-franken/hoffnung-fuer-mitarbeiter-DID12560248 12856/index.xml http://www.n-tv.de/wirtschaft/Eine-Chance-fuer-Quelle-article560903.html http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,656632,00.html http://www.tagesschau.de/wirtschaft/quelle272.html http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/2033230_Quelle-nach-der-Pleite-Die-Aasg eier-kommen-in-Scharen.html
Karstadt-Insolvenz: Mitarbeiter nicht zu Lohnkürzungen bereit
Die Aas- und Pleitegeier von Arcandor haben sich die privaten Taschen vollgestopft, - aber noch lange nicht genug gerafft - Jetzt müssen Karstadt-Mitarbeiter bluten - Zweifel an Insolvenzverwalter Görg: Endet Karstadt so wie Quelle? -
Die 30.000 Beschäftigten der bedrohten Warenhauskette Karstadt sollen 150 Millio- nen Euro zur Sanierung des Unternehmens beisteuern. Aber das Vertrauen in Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg hat gelitten. Bei Quelle hatte der 68-jährige Jurist noch wenige Tage vor dem K.o. von ernsthaft interessierten Investoren gesprochen. Ähnliches war unlängst auch im Fall Karstadt zu vernehmen. "Es hat Bekundungen aus dem In- und Ausland gegeben", sagte Görg in einem Interview mit der "~~~~Frankfurter Allgemeinen Zeitung" über Karstadt. Noch aber sei es zu früh, um konkret zu werden. Die Parallelen dürften den Mitarbeitern von Quelle kaum entgangen sein. Trotzdem sollen sie 150 Millionen Euro zur Sanierung beisteuern. Seit diesem diesem Dienstag verhandeln Vertreter der Gewerkschaft Verdi mit dem Insolvenzverwalter über ihren Beitrag zur Sanierung von Karstadt.
Die Gewerkschaft Ver.di hat vor der ersten Gläubigerversammlung des insolventen Unternehmens Karstadt angekündigt, dass die Mitarbeiter zu einem Sanierungs- beitrag bereit seien, man aber keinen Eingriff in die Löhne der Mitarbeiter tolerieren werde. Insgesamt plant die Insolvenzverwaltung einen Mitarbeiter-Beitrag von 150 Millionen Euro. siehe http://www.focus.de/finanzen/finanz-news/karstadt-insolvenz-mitarbeiter-nicht-zu-lohnkuerzungen- bereit_aid_447565.html http://www.ftd.de/unternehmen/handel-dienstleister/:roundup-zur-karstadt-sanierung-millionen-von- den-mitarbeitern/50027593.html http://www.derwesten.de/nachrichten/nrz/2009/10/23/news-138152828/detail.html http://www.rp-online.de/public/article/wirtschaft/news/773788/Mitarbeiter-zu-neuem-Tarifvertrag-ber eit.html http://www.focus.de/finanzen/news/warenhaus-jetzt-muessen-karstadt-mitarbeiter-bluten_aid_44843 7.html http://www.bbv-net.de/public/article/wirtschaft/news/775072/Endet-Karstadt-so-wie-Quelle.html
Wie dumm und erpressbar muss man eigentlich sein, um den Profitgeiern von Arcandor noch mehr Geld in die ohnehin bereits überquellenden Taschen zu stopfen?
Karstadt-Sanierung: Mitarbeiter nehmen herbe Einschnitte hin
Ein dickes Minus bei der Vorsorge, beim Urlaubs- und beim Weihnachtsgeld: Die etwa 28 000 Karstadt-Mitarbeiter werden in den kommenden drei Jahren deutlich weniger Geld im Portemonnaie haben. Mit dem Verzicht auf insgesamt 150 Millio- nen Euro haben die Karstadt-Beschäftigten die Weichen für eine Rettung der insol- venten Warenhauskette gestellt. Die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Margret Mönig-Raane bezifferte am Samstag den Beitrag der rund 28 000 Karstadt-Mitarbei- ter auf 50 Millionen Euro jährlich über einen Zeitraum von drei Jahren. siehe http://www.focus.de/finanzen/news/karstadt-sanierung-mitarbeiter-nehmen-herbe-einschnitte-hin_a id_452129.html http://www.n-tv.de/wirtschaft/Mitarbeiter-treten-kuerzer-article580750.html http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,659997,00.html http://www.stern.de/wirtschaft/news/unternehmen/karstadt-insolvenz-arbeitnehmer-verzichten-auf-1 50-millionen-euro-1520229.html http://www.tagesschau.de/wirtschaft/karstadt148.html http://www.ftd.de/unternehmen/handel-dienstleister/:arcandor-insolvenz-karstadt-beschaeftigte-ver zichten-auf-150-millionen-euro/50034353.html
Arcandor: Gläubiger fordern 19 Milliarden Euro
Mit der Gläubigerversammlung der Dachgesellschaft Arcandor AG geht am Montag in Essen das größte Insolvenzverfahren in der Geschichte der Bundesrepublik in eine neue Runde. Mit angemeldeten Förderungen von insgesamt bis zu 19 Milliar- den Euro und bis zu 50 000 Gläubigern stelle Arcandor sowie seinen zahlreichen Tochtergesellschaften alle bisherigen Verfahren in den Schatten, berichtete ein Sprecher des Essener Amtsgerichts am Montag. Vier Amtsrichter und sechs Rechtspfleger seien mit den insgesamt 37 Verfahren (darunter Karstadt und Quelle) beschäftigt. Insgesamt wird mit einer Verfahrensdauer von bis zu zehn Jahren gerechnet. Die Holding Arcandor und ihre wichtigsten Töchter hatte am 9. Juni Insolvenz angemeldet.
Bei dem ersten Treffen am Montag geht es zunächst nur um die Dachgesellschaft Arcandor AG mit derzeit noch 94 Beschäftigten. Eine Rettung der Holding steht nicht auf dem Plan von Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg, der bei dem Termin einen Bericht über die Entwicklung des Unternehmens seit dem Insolvenzantrag am 9. Juni vorlegen will. Etwa 600 bis 700 Gläubiger haben ihre Forderungen ange- meldet.
Höhepunkt der Woche dürfte am Dienstag die Karstadt- Gläubigerversammlung werden, bei der es um das weitere Schicksal von 126 Waren- und Sporthäusern sowie von 28 000 Beschäftigten geht. Allein bei dieser Veranstaltung haben 33 500 Gläubiger Forderungen zu Protokoll gegeben. Noch am Montag wollte die große Tarifkommission der Gewerkschaft Verdi über einen am Wochenende ausgehan- delten Sanierungsbeitrag der Beschäftigten in Höhe von 150 Millionen Euro beschließen. Die Einkommenszugeständnisse sollen zunächst auf ein Treuhand- konto fließen. Mit einer Entscheidung wurde im Laufe des Tages gerechnet. siehe http://www.focus.de/finanzen/news/handel-arcandor-glaeubiger-fordern-19-milliarden-euro_aid_45 2388.html http://www.faz.net/s/Rub6099194AC2F24A61BD837672B9F8CC8E/Doc~E8CF2E038AFF84A2C8B350BC6 9A33FAF7~ATpl~Ecommon~Scontent.html http://www.welt.de/wirtschaft/article5136739/Eine-Handvoll-Karstadt-Haeuser-hat-keine-Chance.htm l siehe auch Welt-Video http://www.derwesten.de/nachrichten/waz/2009/11/9/news-140184249/detail.html http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/5/0,3672,7926981,00.html
Arcandor-Millionen wohl an Elite-Unis verschleudert
Der ehemalige Vorstandsvorsitzende des Essener Handels- und Touristikkon- zerns Arcandor, Thomas Middelhoff, hat einem Magazinbericht zufolge in den Jahren 2008 und 2009 mit einer Millionensumme Elite-Universitäten gefördert - aus Mitteln des bereits damals angeschlagenen Konzerns. Noch am 27. Februar 2009, einen Tag vor seinem Ausscheiden aus dem Unternehmen, das im Juni insolvent wurde, hatte Middelhoff eine Überweisung von 715 000 Pfund (803 000 Euro) für die Saïd Business School der englischen Universität Oxford angeordnet, wie das Hamburger Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» am Freitag vorab berichtete. Grundlage der Zahlung sei ein Ende Januar 2008 abgeschlossener Vertrag gewe- sen. Der Aufsichtsrat war offenbar völlig ahnungslos. Der Kontrakt habe der Universität im ersten Jahr 465 000 Pfund, in den folgenden vier Jahren jeweils 250 000 Pfund gesichert. Für die großzügige Unterstützung der Forschung in Sachen «Corporate Reputation» habe Middelhoff als Arcandor-Chef einen Sitz im Beirat des Forschungsinstituts der Business School erhalten, den er auch nach der Arcandor-Insolvenz noch immer inne habe. siehe http://www.derwesten.de/nachrichten/Arcandor-Millionen-wohl-an-Elite-Unis-verschleudert-id22803 31.html http://www.derwesten.de/nachrichten/wirtschaft-und-finanzen/Thomas-Middelhoff-hatte-Millionen-f uer-Elite-Unis-uebrig-id2283033.html
Die üble Kumpanei der Finanzhaie
Pleite-Chef kassiert Millionen Middelhoff kassierte Millionen für Kurzzeit- Beratervertrag 
Der Job dauerte nur wenige Monate - doch Ex-Arcandor-Chef Middelhoff kassierte dafür nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" zehn Millionen Euro. Ver- tragspartner war ausgerechnet Arcandor-Hauptaktionär Sal. Oppenheim, inzwi- schen mehrheitlich im Besitz der Deutschen Bank.
Der frühere Arcandor-Chef Thomas Middelhoff hat nach seinem Ausscheiden offenbar mehr als zehn Millionen Euro Beraterhonorar vom Hauptaktionär des inzwischen insolventen Handelsriesen, dem Bankhaus Sal. Oppenheim, bekom- men. Der Manager habe einen mit jährlich vier Millionen Euro dotierten Beraterver- trag erhalten. Doch sei der auf drei Jahre abgeschlossene Vertrag nach wenigen Monaten gekündigt und ausgezahlt worden - mit über zehn Millionen Euro. Ein Sprecher des Bankhauses wollte den Bericht nicht kommentieren. Ein Sprecher des Managers bestätigte dagegen die Existenz des Beratervertrags. Das Bank- haus habe sich das in den Jahren der Konzernführung angesammelte Wissen Middelhoffs und seine Kontakte zu Investoren sichern wollen. Zur Höhe des Bera- terhonorars machte der Sprecher keine Angaben. Doch sei es üblich, sich dies gut bezahlen zu lassen. Arcandor hatte wenige Monate nach Middelhoffs Ausscheiden Insolvenz anmelden müssen. Der Bericht stützt sich auf eine von der Wirtschafts- prüfungsgesellschaft Deloitte im Auftrag der Bankenaufsichtsbehörde BaFin vor- genommene Untersuchung bei Sal. Oppenheim. Dabei waren den Experten auch Geschäfte des Bankhauses mit der Familie Middelhoff aufgefallen. Sie und ein Gespräch mit Middelhoff ermöglichten einen sonst eher seltenen Einblick in die Welt der "Superreichen".
Rund 50 Millionen Euro auf Festgeldkonten
Middelhoff habe nach eigenen Angaben in den Jahren seit 2005 rund 72 Millionen Euro verdient, berichtete die Zeitung. Dabei spiele seine Tätigkeit bei Arcandor nur eine untergeordnete Rolle. Deutlich lukrativer sei seine Tätigkeit als Partner der Private-Equity-Gesellschaft Investcorp gewesen. Allein 2005 habe er ein Gesamt- einkommen von über 21 Millionen Euro erzielt - netto. Middelhoff und seine Frau hatten bei Sal. Oppenheim Kredite in Höhe von insgesamt 107 Millionen Euro auf- genommen, mit denen vor allem Beteiligungen an Immobilienfonds des Projektent- wicklers Thomas Esch finanziert wurden. Im ersten Halbjahr 2009 hatte die Bank der Deloitte-Untersuchung zufolge bei diesen Darlehen wegen der Arcandor-Pro- bleme eine Wertberichtigung von 37 Millionen Euro vorgenommen. Deloitte hatte deshalb eine Risikovorsorge von 53 Millionen Euro für erforderlich gehalten. Mid- delhoff hat dem Bericht zufolge der Deutschen Bank als neuem Eigentümer von Sal. Oppenheim inzwischen 57 Millionen Euro an Sicherheiten zur Verfügung ge- stellt. Der Manager verfüge allein über rund 50 Millionen Euro, die als Festgeld angelegt seien. siehe http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,686189,00.html http://www.welt.de/wirtschaft/article6969816/Bank-soll-Middelhoff-zehn-Millionen-gezahlt-haben.ht ml http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/77/507238/text/ http://www.giessener-anzeiger.de/nachrichten/wirtschaft/meldungen/8685048.htm http://derstandard.at/1269448388815/SalOppenheim-Fettes-Honorar-fuer-Ex-Arcandor-Chef-Middelho ff http://www.focus.de/finanzen/boerse/aktien/arcandor-pleite-chef-kassiert-millionen_aid_494035.htm l http://www.derwesten.de/nachrichten/Ex-Arcandor-Chef-Middelhoff-kassierte-offenbar-zehn-Million en-Euro-Honorar-id2799678.html
Ex-Chef fordert Millionenpension
Nach seinem erfolglosen Job als Chef hat Christoph Achenbach mit einer Millio- nenabfindung Karstadt-Quelle verlassen. Nun fordert er aus der Insolvenzmasse eine Pension in siebenstelliger Höhe. „Es ist richtig, dass ich meine betrieblichen Rentenansprüche gegenüber dem Pensionssicherungsverein und dem Insolvenz- verwalter über eine Anwaltskanzlei angemeldet habe“, sagte Achenbach. „Ich nehme an, wie die meisten Führungskräfte und Mitarbeiter des Konzerns und seiner Tochtergesellschaften auch.“ Achenbach habe Pensionsansprüche in Höhe von 1,15 Millionen Euro beim Insolvenzgericht in Essen angemeldet. siehe http://www.focus.de/finanzen/news/karstadtquelle-ex-chef-fordert-millionenpension_aid_494239.ht ml
Karstadt-Pleite kostet Staat 650 Millionen Euro - aber die Manager stopfen sich noch mal auf unsere Kosten die Taschen voll
Die Karstadt-Insolvenz wird die deutschen Steuerzahler voraussichtlich 650 Millio- nen Euro kosten. Schon vor der Karstadt-Gläubigerversammlung an diesem Mon- tag stehe der Staat als der finanziell größte Verlierer der Warenhaus-Pleite fest. Das berichtet die „Wirtschaftwoche“ unter Berufung auf einen Bericht des Insolvenz- verwalters Klaus Hubert Görg. Ein Sprecher des Insolvenzverwalters bestätigte am Samstag auf Anfrage die Zahlen. Sie seien den Mitarbeitern beim Einreichen des Insolvenzplans präsentiert worden.
Insgesamt geht Görg im Insolvenzplan von einem Forderungsvolumen aller Gläu- biger von rund zwei Milliarden Euro aus. Demzufolge gehen den Finanzbehörden, der Bundesagentur für Arbeit und den Sozialkassen insgesamt mehr als 650 Millio- nen Euro verloren. Rund 500 Millionen Euro entfallen dabei auf die Steuerbehör- den. Auf 108 und 78 Millionen Euro belaufen sich die Ansprüche der Arbeitsagen- tur und Sozialkassen aus Insolvenzgeldzahlungen an Karstadt-Mitarbeiter. Die Insolvenzquote würde im Fall einer Zerschlagung bei nur einem Prozent liegen. Bei einer geplanten Rückzahlungsquote von drei Prozent sind demnach lediglich Rückzahlungen von rund 21 Millionen Euro an die Behörden zu erwarten. Ob es zu einer Karstadt-Übernahme kommt, sei weiter ungewiss. siehe http://www.focus.de/finanzen/news/handel-karstadt-pleite-kostet-staat-650-millionen-euro_aid_4975 63.html http://www.derwesten.de/nachrichten/wirtschaft-und-finanzen/arcandor/Zeit-zur-Rettung-von-Karsta dt-wird-knapp-id2837201.html http://de.reuters.com/article/companiesNews/idDEBEE63908Q20100410 http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5jHcSmyxOLN_EbA-rZgZo8UhIju5g http://www.welt.de/die-welt/wirtschaft/article7121369/Karstadts-Zukunft-entscheidet-sich-in-der-Kant ine.html http://www.ftd.de/unternehmen/handel-dienstleister/:insolvenz-und-investorensuche-im-poker-um-k arstadt-drohen-alle-zu-verlieren/50098230.html http://www.rp-online.de/wirtschaft/news/Steuerzahler-finanzieren-Millionenbetrag_aid_842579.html http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/rundschau/karstadt-insolvenzplan-kaufhaeuser-ID12 70747701820.xml http://www.n-tv.de/wirtschaft/Staat-ist-groesster-Verlierer-article817613.html http://www.n-tv.de/wirtschaft/Insolvenz-fuer-Neubeginn-article818366.html http://www.n-tv.de/wirtschaft/Ermittler-pruefen-Spesen-article818024.html http://www.faz.net/s/Rub6099194AC2F24A61BD837672B9F8CC8E/Doc~EE20CAF297D6F495DB4F5E64F E973C30E~ATpl~Ecommon~Scontent.html http://www.nz-online.de/artikel.asp?art=1205270&kat=6 http://www.derwesten.de/staedte/essen/Karstadts-Kantinen-Kost-Friss-oder-stirb-id2842636.html http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE63B0F320100412 http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/2535517_Letzte-Frist-fuer-Karstadt.html
Neue Ermittlungen: Middelhoff unter Druck
Die Personalie Middelhoff ruft nun auch die Kölner Staatsanwaltschaft auf den Plan. Die Behörde ermittelt einem Medienbericht zufolge gegen den Ex-Arcandor- Chef wegen Verdachts der Beihilfe zur Untreue. Dem ehemaligen Chef des mittler- weile insolventen Touristik- und Handelskonzerns Arcandor, Thomas Middelhoff, droht weiteres Ungemach. Nach Angaben der "Süddeutschen Zeitung" ermittelt gegen ihn jetzt neben der Staatsanwaltschaft in Bochum auch die Anklagebehörde in Köln. Im vergangenen Jahr hatte die Staatsanwaltschaft Bochum nach dem Fast-Zusam- menbruch des Warenhauskonzerns gegen Middelhoff ein Verfahren wegen Ver- dachts der Untreue eingeleitet. Jetzt ermittle die Kölner Staatsanwaltschaft gegen den 56-Jährigen wegen Verdachts der Beihilfe zur Untreue, berichtet das Blatt wei- ter. Das neue Verfahren wurde im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen die frühere Führung der Privatbank Sal. Oppenheim eingeleitet. Unmittelbar nachdem Middelhoff im Frühjahr 2009 bei dem Warenhauskonzern ausgeschieden war, hatte er von Sal. Oppenheim einen Beratervertrag in Sachen Arcandor bekommen. Middelhoff hatte die Öffentlichkeit darüber informiert, aber etwa sein Honorar ver- schwiegen.
Er selbst hatte es vor kurzem mit einem zweistelligen Millionenbetrag angegeben, eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gab es in einem Prüfbericht nach Informatio- nen der Zeitung mit fünf Millionen Euro an, die Staatsanwaltschaft Köln gehe jetzt von 7,6 Millionen Euro aus. Die Behörde hat den Verdacht, dass dieses Honorar weit überhöht war. siehe http://www.n-tv.de/wirtschaft/Middelhoff-unter-Druck-article828664.html
Die Ratten fressen sich satt an der Karstadt- Pleite
Verdienen an der Karstadt-Insolvenz: Görg bekommt Millionen
Der Insolvenzverwalter des Warenhauskonzerns Karstadt, Görg, wird nach einem Zeitungsbericht ein stattliches Honorar einstreichen. Nach Informationen aus Ver- handlungskreisen soll es in zweistelliger Millionenhöhe liegen. Das Honorar von Karstadt-Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg wird nach Angaben aus Verhand- lungskreisen bei mehr als 50 Mio. Euro liegen. Görg hatte vor einem Jahr das Kar- stadt-Insolvenzverfahren übernommen. Der Konzern beschäftigt derzeit noch 25.000 Mitarbeiter. Vor einigen Wochen wurde ein vorläufiger Kaufvertrag mit dem Investor Nicolas Berggruen unterzeichnet, der aber noch über die Höhe der Mieten für die Karstadt-Immobilien verhandelt. Görg wollte zur Höhe seines Honorars der- zeit keine Stellung nehmen. "Dazu sagen wir nichts. Außerdem ist es noch zu früh, um eine Rechnung aufzumachen", sagte Görgs Sprecher. Noch sei keinerlei Honorar beantragt, keinerlei Vorschlag dem Gläubigerausschuss vorgelegt und kein Betrag vom zuständigen Gericht bestätigt worden. Es gelte die Devise, "erst erfolgreich arbeiten, dann eine Rechnung stellen", sagte der Sprecher. Die Vergü- tung orientiert sich am Wert der Insolvenzmasse am Tag der Schlussrechnung und wird durch die insolvenzrechtliche Vergütungsverordnung geregelt. Kritik äußerte der der Wissenschaftler und frühere Insolvenzrichter Hans Haarmey- er. "Statt die Gläubiger bestmöglich zu befriedigen, versorgt die Abwicklung eines Insolvenzverfahrens offenbar weitgehend und flächendeckend nur die Insolvenz- verwalter und die mit ihnen verbundenen Strukturen", sagte Haarmeyer. Der Ex- perte kritisierte, dass viele Verwalter "Heerscharen von teuren Beratern" in die ihnen anvertrauten Firmen schicken, weil es ihnen entweder selbst an Kenntnis- sen mangele oder weil sie sich durch Gutachten absichern wollten. siehe http://www.n-tv.de/wirtschaft/Goerg-bekommt-Millionen-article944156.html
“Nieten im Nadelstreifen” sind allerdings kein typisches “Arcandor-Problem” - Sie haben das vielfach in allen Medien verfolgen können und sind zum Teil sogar Opfer dieser skrupellos kriminellen Manager aus allen möglichen und denk- baren Bereichen der Wirtschaft geworden. Die Finanzgangster sind längst gleichmäßig über diesen ganzen Staat und andere verteilt, denn unsere sogenannten Volksvertreter machen es ihnen mit Absicht leicht sich die Taschen ungerechtfertigt auf Kosten der Steuerzahler vollzustopfen - und damit uns alle zu betrügen.
siehe auch die folgenden Sonderseiten “Nieten im Nadelstreifen” 